Preisträger*innen, Jury und Initiator*innen
 
Maya Götz
Maya Götz, Roland Teichmann, Iris Zappe-Heller
 
Die Preisträger*innen
Musik: Angélica Castelló

IF SHE CAN SEE IT, SHE CAN BE IT*

Drehbuchwettbewerb zu Frauen*figuren jenseits der Klischees

Die Preisträger*innen der 1. Wettbewerbsstufe

Das Drehbuchforum Wien und das Österreichischen Filminstitut/gender*in*equality freuen sich sehr, die Preisträger*innen der ersten Wettbewerbsstufe von IF SHE CAN SEE IT, SHE CAN BE IT bekannt zu geben:

Die Gewinner*innen erhalten ein Preisgeld von je 5.000 Euro und eine dramaturgische Begleitung durch erfahrene Drehbuchautor*innen bei der Entwicklung des Treatments.

Am Montag Abend, dem 23. Oktober 2017, fand die Preisverleihung der ersten Runde, des zweistufigen Drehbuchwettbewerbs IF SHE CAN SEE IT, SHE CAN BE IT im Filmcasino statt.
Zum Auftakt hielt die international renommierte Medienwissenschaftlerin und Medienpädagogin Maya Götz das Impulsreferat “Schön begrenzt: Lillifee, Wonderwoman und Topmodel. Die Fallen aktueller Mädchen- und Frauenbilder und wie wir sie verändern können.”

Die Einladung an Autor*innen, Frauen*figuren ohne Stereotypien zu entwickeln, brachte ein faszinierendes Spektrum von Charakteren und Genres zu Tage – u.a. Tragikomödie, Thriller, Roadmovie, Drama, Komödie, Coming of Age, Sience Fiction, Liebesfilm, Musikfilm, Historiendrama, Action-Komödie, Horror, Mockumentary, Kriminalfilm, Neo-Noir Thriller, Arthouse Drama, Literaturadaptionen. Die hohe Zahl der eingereichten Exposés (insgesamt 77, davon 78% von Frauen) konnte belegen, dass es viel Interesse und viele Ideen gibt, sich mit der Zielsetzung des Wettbewerbs auseinander zu setzen.

In der Auswahl der Jury spiegeln sich nicht nur die Vielfalt der Figuren, sondern auch filmische Herangehensweisen, die ebenfalls Klischees zu vermeiden suchen:
Eine Mutter, die nach dem mysteriösen Tod ihres Kindes nicht so reagiert, wie es ihrer tradierten Rolle entspricht, wird aus drei unterschiedlichen Erzählperspektiven beleuchtet (Das Fehlen von Hannah von Jessica Lind).
Als Literaturadaption des erfolgreichen Romans von Didi Drobna wird die Geschichte eines jugendlichen Schwesternpaars aus desolaten Familienverhältnissen zwischen Burnout, Psychiatrie und einer Abenteuerreise mit erzählerischer Leichtigkeit umgesetzt (Zwischen Schaumstoff von Didi Drobna und Achmed Abdel-Salam).
Die Reise einer jungen Frau*, die klare Identitäten und Beziehungsmuster als fluid begreift – verspricht ein narratives und visuelles Wagnis (Mi – ein Roadmovie mit fantastischen Elementen, die nicht drogeninduziert sind von Weina Zhao und Ines Hochgerner).
Und zwei Biopics, spannende Hommagen an österreichische Künstlerinnen als Pionierinnen: Die Wiener Hollywood-Diva Hedy Lamarr, bekannt als die schönste Frau der Welt, wird nunmehr auch für ihre weltverändernde Erfindung zur Mobiltelefonie gewürdigt. (Hedys Ekstase von Peter Stephan Jungk und Lillian Birnbaum).
Und schließlich die Geschichte der Fotokünstlerin Trude Fleischmann aus den 1920er Jahren, an die als eine der ersten Fotografinnen in einer Männerdomäne erinnert wird – als Reflexion über Sehen und Gesehen-Werden anhand des berühmten Aktportraits mit der Tänzerin Claire Bauroff. (Trude von Lisa Terle).

Zusätzlich zu den Preisträger*innen haben 20 weitere von der Jury ausgewählte Stoffe die Gelegenheit im Rahmen eines Pitchings am 8.11.2017 Produzentinnen und Producerinnen vorgestellt zu werden. Die Pitching-Veranstaltung ist eine Kooperation von Drehbuchforum Wien, FC GLORIA – Frauen Vernetzung Film, Film Fatale – Interessensgemeinschaft österreichischer Producerinnen & Produzentinnen, Propro Produzentinnenprogramm, Österreichisches Filminstitut/gender*in*equality und WKW – Fachvertretung Wien Film- und Musikwirtschaft

Wir danken der fünfköpfigen Jury des zweitstufigen Wettbewerbs für ihre Fachkenntnis auf praktischer und theoretischer Ebene:

Katrina Daschner, Künstlerin und Filmemacherin (Pferdebusen), Preisträgerin des Vorjahres
Eva Flicker, Professorin am Institut für Soziologie der Universität Wien
Christian Frosch, Drehbuchautor, Regisseur (Von jetzt an kein zurück
Johanna Moder, Drehbuchautorin, Regisseurin (High Performance)
Cornelia Travnicek, Schriftstellerin (Chucks, Parablüh – Monologe mit Sylvia)


Die Jurybegründungen sowie die Biografien der Preisträger*innen und alle weiteren Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier >

Das Impulsreferat von Maya Götz können Sie in unserem Archiv nachhören:
http://www.drehbuchforum.at/archiv/audio

In dieStandard.at finden Sie ein Interview von Beate Hausbichler mit Maya Götz mit dem Titel Aktuelle Frauenbilder produzieren reine Anpassung, das anlässlich ihres Vortrag bei unserer Preisverleihung geführt wurde:
http://derstandard.at/2000066316751/Aktuelle-Frauenbilder-produzieren-reine-Anpassung?ref=artwh

 
 
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