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Mike Bernardin
TeilnehmerInnen mit Mike Bernardin
Dieter Berner

SCHAU:spiel:ZEIT


Schauspielen für DrehbuchautorInnen

Seminar 1: 3.6.2010 - 5.6.2010


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Details zu Seminar 1 mit Mike Bernardin und Dieter Berner 3.3.-5.6.2010 >
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Überblick


Seminar 1
mit Dieter Berner und Mike Bernardin
Arbeit mit vorhandenen Drehbuchideen, konkreten Szenen, Exposès oder Treatments der TeilnehmerInnen.

Das erste Seminar richten sich in an AutorInnen, die an einem Drehbuch arbeiten, von dem zumindest bereits ein ausführliches Exposé vorliegt. Neben der Auseinandersetzung mit Methoden, die Zugang zum emotionalen Reservoir der AutorInnen eröffnen, lernt und experimentiert man vier Tage lang mit unterschiedlichen Techniken, die besonders für den Schreibprozess geeignet erscheinen. Das Programm wird Übungen präsentieren, die in der Figurenentwicklung, Szenenentwicklung und Dialoggestaltung verwendet werden können. Darüber hinaus soll durch das Erkennen der Gemeinsamkeiten und der Unterschiede von „Spielen“ und „Schreiben“ der Blick auf das Handwerk des Drehbuchschreibens geschärft werden.

Termin: Do, 3.6.- Sa, 5.6.2010 jeweils von 10.00-18.00 (inkl. Mittagspause)
Ort: Echoraum, Sechshauser Straße 66, 1150 Wien
Kosten: für Mitglieder € 140,- für Nicht-Mitglieder € 190.-
Anmeldung: office@drehbuchforum.at
Plätze: 8-12 TeilnehmerInnen

Zielpublikum
Das Seminar ist ausschließlich für professionelle FilmemacherInnen und DrehbuchautorInnen gedacht. SchauspielerInnen können an diesem Seminar nicht teilnehmen. An den Tagen mit Mike Bernardin wird auf Englisch gesprochen, die Übungen können auf Deutsch gemacht werden.

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Details zu Seminar 1


Schauspieltechniken mit Dieter Berner und Mike Bernardin
(3.6.- 5.6.2010)

3 Tage für AutorInnen (8-15 TeilnehmerInnen), Arbeit mit vorhandenen Drehbuchideen, konkreten Szenen, Exposès oder Treatments der TeilnehmerInnen.

Schauspielübungen für AutorInnen mit Dieter Berner

In der Schauspielarbeit lassen sich zwei methodische Ansätze unterscheiden: Techniken, die mit Identifikation arbeiten (von innen nach außen), oder Techniken, die mit Nachahmung arbeiten (von außen nach innen). Dieter Berner bietet in seinem Seminar Übungen aus dem Repertoire des Method Acting an, mit denen der Einsatz von nonverbalen Mitteln gefördert wird. Es sind dies Mittel der Körpersprache und der sinnlichen Wahrnehmung auf der Ebene der Bilder, der Geräusche und der körperlichen Befindlichkeit. Sowohl für die Nachahmung wie für die Identifizierung ist das Erinnerungs- und Vorstellungsvermögen von größter Wichtigkeit. Es ist die Grundlage für das Entstehen von Phantasie. Schon Stanislawski, der Vater der meisten neueren Schauspieltheorien, hat entdeckt, dass die Phantasie wie ein Muskel trainiert werden kann. Einige der Grundübungen des Method-acting zielen deshalb darauf ab, das Vorstellungsvermögen zu trainieren und abrufbar zu machen.
Das von Dieter Berner entwickelte Seminar geht von Ideen der TeilnehmerInnen zu einer Filmgeschichte aus und führt mit einfachen Improvisationen zu Erfahrungen, die konkrete Erkenntnisse über die Konfliktlage, Motivationen und Ambivalenzen der handelnden Personen ermöglichen. Dieter Berner ist Regisseur, Drehbuchautor und Schauspieler, er leitete bis 2009 die Filmschauspielausbildung an der HFF Potsdam Babelsberg.

Meisner Methode mit Mike Bernardin
„truthful behaviour under imaginary circumstances“

Eine der bekanntesten Formen des Schauspiel Trainings in den USA ist die Meisner Technik. Stars wie Diane Keaton, Jon Voigt und Robert Duvall und auch Regisseure wie David Mamet oder Sydney Pollack gehören zu ihren Fans.
Sanford Meisner, ehemaliges Mitglied des New Yorker Group Theater, entwickelte verschiedene aufeinander aufbauende Übungen, die den Instinkt des Schauspielers schulen und ihm ein „freies“ Spiel ermöglichen sollen. Die Übungen von Meisner erlauben dem Schauspieler seinen Impulsen zu folgen, und fördern damit die Unmittelbarkeit des Zusammenspiels, die Wahrhaftigkeit der Reaktionen aufeinander. Nur so kann laut Meisner eine authentische Szene entstehen. Den Text bezeichnet Meisner oftmals als ein „ canoe, and the river it flows on is the emotion”. Meisner will dem Schauspieler beibringen, sich auf der sicheren Basis seiner Vorbereitung ganz auf die scheinbar unsichere Welt seiner Instinkte einzulassen, und so eine spontanes „truthful behavior“ zu ermöglichen.
Diese Übungen dienen als Vorbereitung für die Rollenarbeit und werden als ständiges Training für den Schauspieler empfohlen. Sie können im Prinzip auch von Laien erprobt und erfahren werden und eignen sich deshalb besonders gut für unser Vorhaben. Mike Bernadin, ein in Berlin lebender britischer Schauspielcoach, unterrichtet Meisner Technik an der HFF Potsdam und an einer eigenen Schule in Berlin.

Aufbau Seminar 1

3.6.2010: Dieter Berner. Raumübung:
Für die Arbeit von Film-Autoren haben sich besonders jene Übungen bewährt, die Phantasie über Vorstellungen von Außen- und Innen-Räumen und Requisiten anregen. Die Spannungen zwischen den Personen und der Umgebung, in der sie sich befinden, werden zu Vorgaben für Improvisationen, aus denen Szenen und schließlich kleine Geschichten entstehen. AutorInnen, die mit einem Entwurf zu einer Geschichte an diesem Seminar teilnehmen, erfahren in diesen Übungen Hintergründe und Motivationen ihrer Figuren und kommen zu Einsichten über ihre eigene Motivation als Autor und ihr Erzählthema.

4.6. und 5.6.2010: Mike Bernardin. Grundübungen der Meisner Technik:
Reaktionsübungen, Partnerübungen. Der Spielanlass kommt aus der Spannung mit dem Partner. „Repeat“ und „Knocking on the door“. Die Autorinnen erfahren, wie man die Energie, die vom Partner kommt annimmt und umsetzt, sie üben das bewusste Aufgeben von Kontrolle, um Impulsen folgen zu können. Die schauspielerische Arbeit wechselt zwischen Phasen des „Loslassens“ und Phasen der Kontrolle und Reflektion. Die Übungen eröffnen den Autoren Wege zum methodischen Einsatz von Impulsivität und intellektueller Kritik.

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