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8. April 2022
 

Liebe Mitglieder! Liebe Freund*innen des Drehbuchforum Wien!

Der Frühling kam wirklich verlässlich in Graz, und im wunderschönen Jugendstil-Ambiente des Salon Frühling, begleitet von den experimentellen Cello-Klängen der Musikerin und Komponistin Christina Ruf, fanden heute Vormittag die Drehbuchpreisverleihungen auf der Diagonale statt.

Wir gratulieren Thomas Reider und Sebastian Meise zum Thomas Pluch Hauptpreis in der Höhe von 12.000 Euro für das Drehbuch zum Film Große Freiheit. Den Spezialpreis der Jury in der Höhe von 7.000 Euro gewann Kurdwin Ayub zu ihrem Drehbuch Sonne. Der Drehbuchpreis für kurze- und mittellange Filme in der Höhe von 3.000 Euro ging an Fatih Gürsoy für Neverinland.
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Wir danken nochmals der nationalen Jury (Hilde Berger, Clara Stern und Thomas Weingartner) und der internationalen Jury (Judith Angerbauer, Pavo Marinković und Samir) für ihre engagierte Arbeit und die Jurybegründungen.

Weiters danken wir auch dem Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport für die Stiftung der Thomas Pluch Drehbuchpreise und besonders der Leiterin der Filmabteilung Barbara Fränzen für die wertvolle Unterstützung und ihr Engagement für den Preis. Besonders wenn ein Film einmal realisiert ist, tritt das Drehbuch zu Unrecht in den Hintergrund, die drei Preise sind daher nicht nur eine wesentliche finanzielle Unterstützung, sondern schaffen auch wieder Öffentlichkeit und Sichtbarkeit für die Autor*innen. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Thomas Pluch Drehbuchpreises erhalten die Preisträger*innen von nun an zusätzlich zum gut dotierten Geldpreis neben der Urkunde auch eine Preisskulptur, die ein verkleinertes, in Aluminium gegossenes Modell einer Schreibmaschine von Thomas Pluch aus dem Jahre 1956 ist. Als Künstler bzw. für die handwerkliche Umsetzung konnten wir Dominikus Guggenberger gewinnen.

Eva Spreitzhofer hielt einmal mehr eine engagierte Rede, diesmal das Motto einer Veranstaltung des Branchentreffens aufgreifend A FILM IS A TEAM – über die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Verbänden und der gegenseitigen Solidarität. Barbara Fränzen betonte die Bedeutung der Kunst und Kultur gerade in Zeiten eines Krieges. Hilde Berger gab einen spannenden Rückblick auf die Entstehung des Preises und das engagierte Leben von Thomas Pluch, das immer wieder die Unterstützung und Sichtbarkeit der Drehbuchautor*innen zum Ziel hatte.

In der gemeinsamen Preisverleihung wurden auch die Carl-Mayer-Drehbuchpreise vergeben. Wir gratulieren Manuel Wetscher und Bernhard Jarosch zum Hauptpreis für ihr Treatment Eklipse und Maximilian Fürst zum Förderpreis für sein Treatment Die Familie Hasanovic und Jan Prazak für die Lobende Erwähnung für E-lisa-beth und sind neugierig auf die entstehenden Drehbücher.

Morgen Samstag um 14h gibt es bei unserem Let’s talk about scripts! in Graz die Gelegenheit Details zum Drehbuch einer der Preisträger*innen zu erfahren: Traditionell zum Eröffnungsfilm der Diagonale findet ein ausführliches Gespräch zum Drehbuch von Sonne mit Kurdwin Ayub statt, es moderiert Pia Hierzegger. Ein Let’s talk about script zu Große Freiheit vom 14.12.2021 finden Sie in unserem Audioarchiv zum Nachhören.

Danke an Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber, dass heuer auf der Diagonale erneut in mehreren gemeinsamen Veranstaltungen dem Drehbuch und den Anliegen der Drehbuchautor*innen viel Raum und Sichtbarkeit gegeben wird. Apropos Sichtbarkeit – follow us on facebook und instragram – dort werden wir in den nächsten Wochen noch Interviews mit den Preisträger*innen der Drehbuchpreise bringen und Ausschnitte der Preisverleihung und Details zur Jury. Dank an Marie-Luise Lehner, die für uns Facebook und Instagram betreut. Wir freuen uns auf Ihr Interesse!

Herzliche Gratulation nochmals an alle Preisträger*innen, bis morgen bei Let‘s talk about SONNE in Graz!

Wilbirg Brainin-Donnenberg, Christian Neubacher und Sarah Binder
drehbuchFORUM Wien

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Thomas Pluch Drehbuchpreis 2022

Preisträger*innen

Der Drehbuchverband Austria freut sich im Namen des Preisstifters Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport die Preisträger*innen der Thomas Pluch Drehbuchpreise 2022 bekannt zu geben. Die internationale Jury hat aus den fünf nominierten Drehbüchern den mit 12.000.- Euro dotierten Thomas Pluch Hauptpreis ausgewählt, er geht an:

  • Thomas Reider und Sebastian Meise für Große Freiheit

Der Thomas Pluch Spezialpreis der Jury dotiert mit 7.000.- Euro geht an

  • Kurdwin Ayub für Sonne

Eine Lobende Erwähnung ging an C.B. Yi für Moneyboys

Die internationale Jury bestand aus Judith Angerbauer (Drehbuchautorin, Regisseurin, DE), Pavo Marinković (Drehbuchautor, Regisseur, Dramaturg, HR/AT) und Samir (Autor, Regisseur, CH).

Für den Haupt- und den Spezialpreis der Jury waren neben den Presiträger*innen, Landkrimi VIER von Marie Kreutzer und Märzengrund von Adrian Goiginger und Felix Mitterer nominiert.

Die nationale Jury, bestehend aus Hilde Berger (Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Schauspielerin), Clara Stern (Drehbuchautorin, Regisseurin, Moderatorin) und Thomas Weingartner (Drehbuchautor), hat aus den insgesamt 28 Einreichungen fünf Drehbücher für den Hauptpreis nominiert und den Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme zu 3.000.- Euro vergeben.

Der Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme dotiert mit 3.000.- Euro geht an

  • Fatih Gürsoy für Neverinland

Der Thomas Pluch Drehbuchpreis feiert heuer sein 30-jähriges Bestehen und ist mit einem Preisgeld von insgesamt 22.000.- Euro eine der wichtigsten filmischen Auszeichnungen des Landes. Prämiert werden realisierte Drehbücher abendfüllender Kino- und Fernsehspielfilme österreichischer oder in Österreich lebender Drehbuchautor*innen des letzten Jahres. Die feierliche Preisverleihung fand gemeinsam mit dem Carl-Mayer-Drehbuchpreis im Rahmen der Diagonale am Freitag, 8. April 2022 im Salon Frühling des Hotel Wiesler in Graz statt.

Weitere Informationen zu den Preisträger*innen, den Nominierten, der Jury und dem Preis finden Sie hier >

 
 
Große Freiheit

Thomas Pluch Hauptpreis geht an Thomas Reider und Sebastian Meise für Große Freiheit

Mit 12.000.- Euro dotiert

Prämiert wurde das beste Drehbuch für einen abendfüllenden Kinospielfilm oder einen abendfüllenden Fernsehfilm (ab 70 Minuten).

Jurybegründung
In schrecklichen und unmenschlichen Umständen, in denen sich die Hauptfiguren befinden, erzählt das Drehbuch eine zutiefst menschliche Geschichte. Es gibt kein Wort zu viel und keines zu wenig, trotz der komplexen und epischen Erzählung. Die Komposition der Geschichte ist meisterhaft in ihrem Stil. Virtuos werden wir von einer Szene zur nächsten geführt und überspringen Jahrzehnte, in denen sich die gesellschaftlichen Verhältnisse radikal ändern. Die Geschichte endet mit einer Überraschung, die uns erschüttert und uns mit der großen philosophischen Frage zurücklässt: Was ist Freiheit?!

 
 

Thomas Pluch Spezialpreis der Jury geht an Kurdwin Ayub für Sonne

Mit 7.000.- Euro dotiert

Für ein Drehbuch mit besonders herausragend behandelten Aspekten. Der Jury steht frei, die Kategorie festzulegen. Zugelassen waren Drehbücher zu abendfüllenden Kinospielfilmen oder abendfüllenden Fernsehfilmen (ab 70 Minuten).

Jurybegründung
Ein Drehbuch am Puls der Zeit. Sehr frei erzählt und außergewöhnlich in seiner Struktur, weil es Konventionen bricht. Die Benutzung der sozialen Medien durch die Hauptfigur ist neu, aber organisch eingesetzt. Gleichzeitig sind die Charaktere präzise gezeichnet. Trotz hohem Erzähltempo gelingt es der Autorin, die Familien- und Freundschafts-Verhältnisse mit liebendem Blick zu beschreiben.

 
 
Neverinland

Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme
 geht an Fatih Gürsoy für Neverinland

Mit 3.000.- Euro dotiert

Für das beste Drehbuch für Kino-Spielfilme mit einer Mindestlänge von 15 Minuten bis maximal 70 Minuten.

Jurybegründung
Der Preis geht an ein Drehbuch, das uns in seinen filmischen Beschreibungen direkt in seine Welt geholt hat, eine Welt, die sich uns voll Schmerz und trotzdem voller Humor zeigt. Eine Gruppe von Asylwerbern verliert trotz aller Widrigkeiten nie ihren Mut, ihren Witz und ihren Charme und wächst einem ans Herz. Uns ist der präzise ausgewählte Fokus aufgefallen, der Verzicht auf konventionelle Perspektiven, ergänzt durch einen rhythmischen Erzählfluss. „Neverinland“ von Fatih Gürsoy macht die Sicht der Hauptfiguren auf ihre Welt mitfühlbar. Wir sind froh, dass sie uns ein Stück ihres Weges zuschauen haben lassen.

 
 
 
 
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30-jähriges Jubiläum

Preisskulptur, Rückblick und Film

Der Thomas Pluch Drehbuchpreis feiert 2022 sein 30-jähriges Bestehen. Dies nimmt der Drehbuchverband Austria und das Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport zum Anlass, den Preisträger*innen neben den gut dotierten Geldpreisen auch eine anschauliche wie beständige Anerkennung zuteil werden lassen: eine Preisskulptur.
Die Skulptur wird von nun an jährlich im Rahmen der feierlichen Preisverleihung auf der Diagonale in Graz für die Preiskategorien Hauptpreis und Spezialpreis der Jury vergeben.
Als Vorlage zur Skulptur diente eine von Thomas Pluch tatsächlich verwendete Schreibmaschine der Marke Alpina aus dem Jahre 1956. Eine verkleinertes, in Aluminium gegossenes Modell dieser Schreibmaschine ist die neue Preisskulptur. Sie verweist somit direkt auf den Preisstifter, trägt die Arbeit des Drehbuchschreibens in sich und stellt ein optisch wie haptisch anspruchsvolles Äußeres dar. Als Künstler bzw. für die handwerkliche Umsetzung haben wir Dominikus Guggenberger gewinnen können.

Hilde Berger, Gründungsmitglied des Drehbuchforum Wien, ehrte während der Preisverleihung Thomas Pluch mit einem Rückblick auf die Entstehungsgeschichte des Preises seine Arbeit für die Anliegen und Wertschätzung der Drehbuchautor*innen. Näheres dazu in unserer Pressemappe.

Außerdem zeigten wir in Erinnerung an Drehbuchautor Thomas Pluch in Kooperation mit der Diagonale den Film Das Dorf an der Grenze (Teil 1: Kärnten 1920-1945 / AT 1979) mit einer Einführung von Bert Rebhandl anschließend an die Verleihung im Rechbauerkino Graz.

 
 
Carl Mayer Drehbuchpreis 2022

Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerb 2022

Preisträger*innen

Das Fachgremium unter dem Vorsitz des Autors und Regisseurs Reinhard Jud mit Mag.a Susanne Spellitz, ORF-Redakteurin, Wolfgang Lehner, Kameramann, Cornelia Seitler, Filmproduzentin und Pipi Fröstl, Hauptpreisträgerin 2021, vergibt den Carl-Mayer-Hauptpreis in der Höhe von Euro 15.000,- an das Treatment Eklipse von Manuel Wetscher (mit Bernhard Jarosch) und den Carl-Mayer-Förderpreis in der Höhe von Euro 7.500,- an das Treatment Die Familie Hasanovic von Maximilian Fürst.
Eine lobende Erwähnung gibt es für E-lisa-beth von Jan Prazak.

„Der Carl Mayer-Drehbuchpreis ist eine wichtige Anerkennung der Leistung, die die Preisträger mit ihren Drehbüchern präsentieren. Die Stadt Graz will darüber hinaus mit der guten Dotierung eine konkrete Unterstützung der Arbeit an Filmtreatments ermöglichen. Ich gratuliere den Preisträgern Manuel Wetscher und Bernhard Jarosch sowie für den Förderpreis Maximilian Fürst und wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg!“, so Gemeinderätin Claudia Unger in Vertretung von Kulturstadtrat Günter Riegler.

 
 
Sonne (c) Seidl Filmproduktion

Let's talk about scripts! - Diagonale Spezial zum Eröffnungsfilm: Sonne

Mit Kurdwin Ayub, 9.4.2022, Hotel Wiesler, Salon Frühling

Wir freuen uns sehr zum Eröffnungsfilm der diesjährigen Diagonale und zum Gewinner Thomas Pluch Spezialpreis der Jury ein Gespräch führen zu können: Kurdwin Ayub wird am Samstag um 14 Uhr mit Pia Hierzegger über ihren Film Sonne, der auf der Berlinale im Wettbewerb seine Weltpremiere feierte und mit dem GWFF-Preis als Bester Erstlingsfilm ausgezeichnet wurde, sprechen. Drehbuch und Dramaturgie des Films stehen dabei im Mittelpunkt.
Der Film handelt von drei Wiener Teenagerinnen, die im Hijab twerken und einen Popsong singen. Ein YouTube-Video davon macht sie vor allem unter kurdischen Muslimen über Nacht berühmt. Yesmin, die als einzige der Freundinnen selbst Kurdin ist, beginnt sich immer weiter von ihrer Kultur zu distanzieren. Nati und Bella scheinen hingegen fasziniert von der ihnen fremden Welt. Als die Mädchen zwei junge kurdische Patrioten kennenlernen, droht die Situation zu eskalieren. Ein Film über Jugendliche zwischen Social Media und Selbstfindung, eine Geschichte von Rebellinnen.

Moderation: Pia Hierzegger
Sa 9.4.2022, 14.00 Uhr, Hotel Wiesler, Salon Frühling, Grieskai 4-8
Eintritt frei, in Kooperation mit der Diagonale

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