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5.6.2020
 

Liebe Mitglieder, liebe Freund*innen des Drehbuchforum Wien!

Es ist wieder möglich Filme zu drehen und auch wieder Filme zu sehen. Es gibt jetzt auch neben den Stoffentwicklungsprogrammen konkrete Hilfeleistungen, die besser auf die Situation der Filmschaffenden zugeschnitten sind. Diese hat der Kulturrat Österreich sehr praktisch zusammengefasst, siehe unten.

Wir freuen uns, wieder eine erste Veranstaltung in Person und nicht per Zoom anbieten zu können. Wir starten eine neue Reihe im Rahmen unserer Exkursionen von Arbeit Alltag Welt, die uns in das Gemeindeleben von Religionsgemeinschaften führen wird. Die jeweiligen Kirchen und Gemeinschafträume sind auch groß genug, um den notwendigen Sicherheitsabstand einzuhalten. Wie ist das Leben in den Pfarren oder Religionsgemeinschaften, was sind die Herausforderungen der jeweiligen Leiter*innen bzw. Pfarrer? Wie gestaltete sich das Leben in der Corona-Ausnahmesituation? Wir beginnen mit der Pfarre St. Ulrich im 7. Bezirk und dem Pfarrer Pater Nikolaus.

Zum Nachhören aus unserem Archiv gibt es diesmal einen Vortrag des Urheberrechts-Anwalts Harald Karl in unserer Reihe Drehbuch trifft Literatur zu den rechtlichen Rahmenbedingungen bei Literaturverfilmungen, den dieser im Jänner 2015 hielt.

In der Reihe Drehbuch – lesen! freuen wir uns diesmal das Drehbuch des mit dem Thomas Pluch Hauptpreis 2014 ausgezeichneten Films Die Auslöschung von Agnes Pluch und Nikolaus Leytner online zu stellen.

Dies ist auch gleich die Gelegenheit unserem Verbands-Vorstandsmitglied Agnes Pluch zur Romy für das Beste Drehbuch zum österreichisch-deutschen TV-Film Balanceakt (2019) zu gratulieren!

Bei dem Drehbuchwettbewerb Heldinnen in Serie, der vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort gemeinsam mit der FISA – Filmstandort Österreich initiiert und durchgeführt wurde, wurden aus 108 (!) Einreichungen die 6 Preisträger*innen ausgewählt, die neben dem Preisgeld auch ein Mentoring-Programm bekommen, das vom Drehbuchforum begleitet wird. Wir gratulieren den Preisträger*innen Regine Anour, Konstanze Breitebner, Stephanie Falkeis, Florian Geiger, Cornelia Travnicek und Stefan Wolner & Dietmar Zahn.

Wir wünschen schöne Kinobesuche, online-screenings von den vielen verfügbaren österreichischen Filmen, gute Dreharbeiten unter den neuen Bedingungen und viele Inspirationen für Geschichten.

Wilbirg Brainin-Donnenberg, Christian Neubacher und Stefanie Weberhofer
drehbuchFORUM Wien

Mundschutz 2

Corona-Entschädigungen

Informationen des Kulturrat Österreich

In den vergangenen Tagen gab es einige Antworten auf die Herausforderungen durch die derzeitige Krise für den Kunst- und Kulturbetrieb. Der Kulturrat Österreich hat diese zusammengefasst, wir geben sie im Überblick weiter:

Überbrückungsfonds für Künstler_innen (SVS)
Künstler_innen sollen einen Pauschalbetrag von 1.000,- pro Monat für sechs Monate bekommen. Da die Abwicklung durch die SVS durchgeführt wird, ist davon auszugehen, dass ausschließlich in der SVS versicherte Künstler_innen davon profitieren werden. Anspruchsvoraussetzungen (Vorliegen einer Notlage) sollen erst im Nachhinein geprüft werden.
Ob es sich um eine Entschädigung ab Juli oder rückwirkend ab Mitte März handelt, wie es um eine vorstellbare Gegenrechnung etwa zum Covid-19-Fonds (KSVF) steht, ist bislang offen.
BMKOES: https://www.bmkoes.gv.at/Kunst-und-Kultur/Neuigkeiten/Ueberbrueckungsfinanzierung.html
Gesetzesvorlage: https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/A/A_00589/index.shtml

Härtefallfonds (WKO) ‒ neue Regeln
Anspruchsberechtigte sollen zumindest 1.000,- pro Monat für bis zu 6 Monate erhalten, zusammengesetzt aus Mindest-Pauschalbetrag von 500 Euro plus “Comeback-Bonus” von nochmal 500 Euro. Die Höchstsumme beträgt neu 15.000 Euro. Der Antragszeitraum wird auf sechs Monate ausgeweitet ‒ wählbar innerhalb eines Vergleichszeitraums von neun Monaten. Anspruchsberechtigt bleiben EPUs (Neue Selbstständige inkludiert), Kleinstunternehmen und freie Dienstnehmer_innen. Dazu kommen sollen zeitweise Beschäftigte und mehrfach geringfügig Angestellte, so sie im Monat über die Geringfügigkeitsgrenze kommen. Zuletzt neu angekündigt sollen auch geringfügig Beschäftigte antragsberechtigt sein, wenn sie über eine laufende Pension sozialversichert sind.
Härtefallfonds (WKO): https://www.wko.at/service/haertefall-fonds-phase-2.html

Fixkostenzuschuss, Stundungen
Nach langer Verhandlung wurde diese Woche die Richtlinie zum Fixkostenzuschuss für Unternehmen (von EPU bis Großunternehmen) veröffentlicht. Die Anforderungen sind nicht ganz einfach, aber doch auch für manche im Kunst- und Kultursektor nutzbar, entsprechende Finanzkraft vorausgesetzt.
Information BMF: https://www.bmf.gv.at/public/informationen/fixkostenzuschuss.html

Die unterschiedlichen Möglichkeiten von Stundungen (von Einkommenssteuer bis Sozialversicherungsbeiträge bis Kreditraten) haben sich zuletzt kaum geändert und finden hier nur aus Gründen der Vollständigkeit Erwähnung. Brauchbar sind diese Möglichkeiten vor allem für jene, die durchtauchen können oder realistische Chancen auf Entschädigungen haben.
Überblick BMF: https://www.bmf.gv.at/public/informationen/informationen-coronavirus.html

Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit
Information Kurzarbeit AMS: https://www.ams.at/unternehmen/personalsicherung-und-fruehwarnsystem/kurzarbeit
Kurzinformation Arbeitslos und Selbstständig: https://kulturrat.at/agenda/ams/kurzinformation

Weitere Unterstützungen
In den vergangenen Monaten wurden diverse Unterstützungstöpfe etabliert, oft allerdings schleppend. Schnell reagiert haben die Verwertungsgesellschaften, deren weitere Unterstützung nun auch endlich neu strukturiert und an die Möglichkeiten der Entschädigung des Bundes angepasst werden kann. Ähnliches gilt für die verschiedenen Länderprogramme, wobei hier Arbeitsstipendien als Unterstützungsmöglichkeiten zur Fortführung der künstlerischen Arbeit hervorzuheben sind. Einen Überblick gibt es bei euren Interessenvertretungen, aber auch auf den Seiten des Kunstministeriums:
FAQ BMKOES: https://www.bmkoes.gv.at/Themen/Corona/Corona-Kunst-und-Kultur.html

Rückfragen Kulturrat Österreich: https://www.kulturrat.at

 
 
Pfarre St. Ulrich
Pater Nikolaus

Arbeit Alltag Welt: Religionsgemeinde

Mi, 24.6.2020, 10 Uhr

Wer kennt sie nicht, Filme wie Don Camillo und Peppone, Pfarrer Braun oder Die Abenteuer des Rabbi Jacob? Doch was bewegt und erleben die Pfarrer*innen, Imame, Rabbiner*innen wirklich in ihrer Gemeinde, wie gestaltet sich die Gemeinschaft, wie steht es um das gesellschaftliche und persönlichen Engagement und welcher Austausch besteht zur Welt außerhalb der Religionsgemeinschaft?
Wir starten mit einer neuen Exkursions-Reihe, die uns Gemeinden verschiedener Religionsgemeinschaften näher bringen wird. Nicht die Religion selbst soll dabei im Vordergrund stehen, sondern das soziale Gefüge, die Menschen dahinter, und die, welche die „Herde” zusammen halten.

Als erste Gemeinde besuchen wir die für uns Naheliegendste, die Pfarre St. Ulrich im 7. Wiener Bezirk.
Am ehemaligen rechten Steilufer des Ottakringer Bachs (Neustiftgasse) erbaute der Wiener Bürger Dietrich 1211 zu Ehren des heiligen Ulrich eine kleine Kirche. An ihrer Stelle ließ 1408 Schottenabt Thomas II. ein Gotteshaus errichten. Nach mehrmaliger Zerstörung wurde 1724 der heutige zweitürmige Bau durch Baumeister Joseph Reymund vollendet.
Zu den Aktivitäten der Pfarrgemeinde gehören Gottesdienste, Kinder- und Jugendgruppen, Veranstaltungen und Feste, so wie die Hochämter an den großen Festen des Kirchenjahres, gestaltet vom bereits seit über 100 Jahren existierenden Kirchenmusikverein St. Ulrich. Zur Pfarre gehören auch ein Kindergarten und ein Hort.

Pater Nikolaus Poch ist dort seit 2018 Pfarrmoderator: “Einen kurzen Satz des Irenäus von Lyon möchte ich meiner Aufgabe in St. Ulrich voranstellen: „Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch“. Ich bin überzeugt, dass der Glaube an Gott Menschen in ihrer Lebendigkeit, Lebensfreude und Widerstandskraft stärken kann – dazu möchte ich gerne beitragen.” Zu seinen Aufgaben gehören die Vorbereitung und Leitung von Gottesdiensten, die Seelsorge, die Abhaltung von Begräbnissen und die Leitung der Kirchengemeinde.
1985 ist Pater Nikolaus in das Benediktinerkloster “Unserer Lieben Frau zu den Schotten” eingetreten, wo er mittlerweile auch die Aufgabe des Novizenmeisters und die Begleitung einer Studentenwohngemeinschaft übernommen hat.

Anmeldung bis 18.6.2020 unbedingt erforderlich.
Details und Anmeldung >

 
 
Heldinnen in Serie

Drehbuchwettbewerb Heldinnen in Serie

Preisträgerinnen und Preisträger

Das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort initiierte gemeinsam mit der FISA den Drehbuchwettbewerb „Heldinnen in Serie“ um die Sichtbarkeit von Frauen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Technik in Serien zu erhöhen.
Aus den 108 Einreichungen wurden bei einer virtuellen Jury-Sitzung im April wurden die Preisträgerinnen und Preisträgern gekürt, deren Stoffe ein buntes Angebot aus allen Genres, seien es Science Thriller, Zeitreisen, Biopics, Crime oder Mystery, abdecken.
Wir freuen uns mit den Autorinnen und Autoren und wünschen ihnen eine intensive und erfolgreiche Mentoring-Phase, die in Zusammenarbeit mit dem Drehbuchforum Wien stattfinden wird:

Die Alpen sind rot: Cornelia Travnicek
Bionic: Regine Anour
Die Entdeckung der Kernspaltung: Florian Geiger
800 Gramm Leben: Konstanze Breitebner
The Invisible Sister: Stephanie Falkeis
Nachtvolk: Stefan Wolner & Dietmar Zahn

Die sechs Gewinner*innen werden mit einem Preisgeld von je 20.000 Euro ausgezeichnet.
Hier erfahren Sie mehr zu den ausgezeichneten Exposés >

 
 
Harald Karl

Impulsreferat von Harald Karl: Literaturverfilmung – rechtliche Rahmenbedingungen

Eine Veranstaltung zum Nachhören

Anfang Jänner 2015 starteten wir eine neue Reihe im Rahmen unserer Spezialschiene Drehbuch trifft Literatur. In mehreren Werkstatt-Gesprächen widmeten wir uns unter dem Titel Ein Drehbuch nach einem Roman der Literaturadaption. Als Auftakt gab es einen praxisorientierten Vortrag des Rechtsanwaltes und Urheberrechtsexperten Harald Karl zu den rechtlichen Rahmenbedingungen der Literaturverfilmungen vor allem aus der Sicht der DrehbuchautorInnen, die Moderation übernahm Wilbirg Brainin-Donnenberg.
Die Veranstaltung fand im Filmhaus am Spittelberg statt, die Aufzeichnung dauert rund 62 Minuten.
Zum Audio-Archiv >

 
 
Die Auslöschung

Drehbuch - lesen!

Drehbücher zum Download und Lesen

Als Service stellen wir österreichische Drehbücher, die bereits Preise erhalten haben oder ausgezeichnet wurden, als PDF zum Download bereit. Damit legen wir erneut den Fokus auf das Drehbuch und die Drehbuch-Autor*innen und bauen gleichzeitig eine Sammlung von herausragenden Werken auf.

Neben Egon Schiele – Tod und Mädchen von Hilde Berger und Dieter Berner, Murer – Anatomie eines Prozesses von Christian Frosch, Nevrland von Gregor Schmidinger, Licht von Kathrin Resetarits, Zauberer von Clemens Setz, Sebastian Brauneis und Nicholas Ofczarek, Kater von Händl Klaus, Jack von Elisabeth Scharang, Siebzehn von Monja Art, Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist von Stefan Hafner und Thomas Weingartner, Superwelt von Karl Markovics, ist nun auch Die Auslöschung von Agnes Pluch und Nikolaus Leytner, die dafür den Thomas Pluch Hauptpreis 2014 erhalten haben, auf unserer Webseite verfügbar.

Jurybegründung:
Ganz sachte, unaufgeregt, subtil, trotzdem sehr präzise und zutiefst bewegend wird uns eine Geschichte erzählt, die sich in unserer Gesellschaft tausendfach zuträgt und aufgrund der demografischen Entwicklung immer mehr Menschen, Lebenspartner, Kinder, Freunde betrifft. Es geht um eine starke Person, die sich selbst verliert. Der schmerzhafte, schleichende Abschied vom Ich, die Entfremdung von den Angehörigen, der Verlust jeder Selbstbestimmung. Aber das Drehbuch ist nicht nur ein Drama über einen Alzheimer-Erkrankten, sondern in seinen besten Momenten ein Liebesfilm.



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Termine, Tipps und Einreichfristen

IDM Racconti – development feature films
Individuals can apply to take part in Racconti #9, the Script Lab organised by the IDM – Alto Adige Film Fund & Commission and aimed at screenwriters, director and producers of all nationalities, whether established or emerging, which has this year been designed for the development of feature films.
The training programme will be split across 3 residential workshops unfolding in the Alto Adige region and overseen by international experts. Taking on the role of Script Tutor for Racconti #9 is Eszter Angyalosy, a Hungarian writer and screenwriter who works as an editor for HBO Hungary and is the author of a dozen or so original series.
Einreichfrist: 17. Juni 2020
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Sources 2 Projects & Process
Training Mentors for Screenwriters and Filmmakers
The workshop take place in Oct/Nov 2020 with the support of the National Film Centre of Latvia and Creative Europe MEDIA.
The programme is for professionals working as mentors in the field of script and story development (fiction and documentary), such as screenwriters, developers, consultants, script editors, producers, commissioning editors, trainers and decision makers.
Einreichfrist: 1. Juli 2020
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Euroscript: Script Development Online-Workshops
Due to the current situation until further notice both Script Development Workshops will be hosted online by Theresa Boden via virtual platform on selected Mondays from 6.15pm – 9.15pm & from 1.15 – 4.15pm. The workshops will be smaller but can be more frequent. The workshops allows to develop scripts from initial idea to final draft – whether feature-film, short film, web series ,TV sitcom or drama series.
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