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30. Juni 2021
 

Liebe Mitglieder! Liebe Freund*innen des Drehbuchforum Wien!

Wir freuen uns sehr, die Preisträgerinnen des Hauptpreises der 5. Runde des If she can see it, she can be it Drehbuchwettbewerbs bekanntzugeben: Anna Schwingenschuh und Evamaria Schaller gewannen mit ihrem Treatment Menstruachat – Wenn die Tage zur Regel werden und wurden mit 15.000 Euro und einer dramaturgischen Begleitung zur Entwicklung eines Drehbuchs ausgezeichnet. Die Jury überzeugte ihr Mut, „ein Tabu so charmant und irrwitzig auf den Kopf zu stellen, dass wir – egal ob Mann oder Frau – nicht umhin kommen uns selbst zu hinterfragen, inwieweit dieses Tabu auch unser eigenes Leben und Handeln prägt“.

Manuela Molin erhielt für ihr Treatment Who’s that Bird? eine lobende Erwähnung. Wir gratulieren den Preisträgerinnen herzlich und wünschen allen Nominierten eine erfolgreiche Weiterentwicklung ihrer Treatments zu Drehbüchern und sind zuversichtlich, dass sie das Interesse der Produktionsfirmen und Förderstellen finden werden.

Erfreulicherweise konnte die Hauptpreisgewinnerin des Vorjahres Alexandra Makarová bereits ihr Drehbuch Perla bei der Preisverleihung überreichen, sie hat schon eine Produktionsfirma gefunden und mit dem Casting begonnen.

Im Zuge der Preisverleihung verkündete Iris Zappe-Heller, stellvertretende Geschäftsführerin des Österreichischen Filminstituts und Gender- und Diversity-Beauftragte, die Frohbotschaft, dass der Drehbuchwettbewerb If she can see it, she can be it fortgesetzt wird. Damit wird der Wettbewerb zum 6. Mal in Folge ausgeschrieben, diesmal zum Thema Heimatfilm. Heimatfilm ist ein Genre, das mit mindestens so vielen Stereotypien verbunden ist, wie die darin vorkommenden Frauen*rollen. Die Herausforderung, das eine mit dem anderen zu konterkarieren, sollte eine spannende Auseinandersetzung ergeben, die einen kontaminierten Begriff zeitgemäß bewertet und gleichzeitig die Frauen*figuren im Sinne des Wettbewerbs von tradierten Klischees abrückt.

Dank an das Österreichische Filminstitut, an Roland Teichmann und Iris Zappe-Heller für die kontinuierliche Finanzierung dieses in mehrerer Hinsicht wertvollen Drehbuchwettbewerbs. Dank an alle Teilnehmer*innen. Dank an die Jury. Dank an die Performancekünstlerin Stefanie Sourial für ihre humorvoll-kluge Inspiration zum Thema Komödie und ihre Moderation.

Die gesamte Preisverleihung mit einer sehr humorvollen aber auch tiefgründigen Dankesrede der Preisträgerinnen Anna Schwingenschuh und Evamaria Schaller und einem sehr amüsanten, aber auch politischen Interview von Stefanie Sourial mit den beiden, Gratulationsworte von Roland Teichmann sowie ein Gespräch zum 5 Jahres Jubiläum des Drehbuchpreises mit Iris Zappe-Heller und Wilbirg Brainin-Donnenberg können Sie auf unserem YouTube Kanal (https://youtu.be/sYqmkFTZdCg) nachschauen.

Dank an Stefanie Weberhofer für den kurzweiligen Film der Preisverleihung!
Und nächstes Mal feiern wir alles wieder gemeinsam im Filmcasino!

Wir freuen uns sehr auf Ihre Exposé-Einreichungen zum Thema Heimatfilm – verstanden in seiner weitest möglichen Form! Einreichfrist am 13. September 2021!

Unser Büro ist von 19. Juli bis 15. August geschlossen, wir werden dringende Emails dennoch beantworten. Aber vor der Sommerpause schicken wir Ihnen noch einen Newsletter mit allerlei Tipps zum Nachhören oder Nachlesen!

Und zuvor haben wir noch zwei spannende Veranstaltungen im Kino – heute, am 30.6.2021 ein Let’s talk about scripts! zu The Trouble with Being Born mit Sandra Wollner, moderiert von Elisabeth Scharang. Und am 5.7.2021 ein Let’s talk about scripts! zu Ein bisschen bleiben wir noch mit Arash T. Riahi (Drehbuchautor, Regisseur, Produzent) und Monika Helfer (Romanautorin der Vorlage Oskar und Lilli) moderiert von Mirjam Unger erleben.

Bis sehr bald im kühlen Kino!
Herzliche Grüße

Wilbirg Brainin-Donnenberg, Christian Neubacher und Stefanie Weberhofer
drehbuchFORUM Wien

 
 
 
 

IF SHE CAN SEE IT, SHE CAN BE IT

Die Hauptpreisträgerinnen

Die Gewinnerinnen des Hauptpreises in der Höhe von 15.000 Euro und dramaturgische Begleitung zur Entwicklung eines Drehbuchs sind:

Anna Schwingenschuh und Evamaria Schaller mit
MENSTRUACHAT – Wenn die Tage zur Regel werden

Jurybegründung
Es gibt viele Gründe diese Geschichte auszuzeichnen: Sie ist schräg, witzig und originell. Was die Jury aber am meisten überzeugte, ist ihr Mut, ein Tabu so charmant und irrwitzig auf den Kopf zu stellen, dass wir – egal ob Mann oder Frau – nicht umhin kommen uns selbst zu hinterfragen, inwieweit dieses Tabu auch unser eigenes Leben und Handeln prägt.
Auf der ganzen Welt investieren Tag für Tag Millionen von Frauen und Mädchen unglaublich viel Kraft und Mühe darin, dass bloß niemand weiß, merkt oder gar sieht, dass sie – menstruieren. Die blutige Spur darf für niemanden sichtbar sein. Die zwei Autorinnen schlagen mit ihren film-literarischen Fäusten auf den Tisch und erzählen voller Energie eine Geschichte, die ein scharfes Statement ist und dennoch eine skurrile Komödie. Sie erzählen aus dem Leben des Mädchens Mouna, das in eine Gesellschaft hineingeboren wird, in der die Frauen den Ton angeben und alles sich um den weiblichen Monatszyklus dreht. Ein Matriarchat, das den totalitären Anspruch hat, die perfekte Gesellschaftsform zu sein. Da Mouna die Enkelin der Staatsgründerin ist und damit automatisch Ansehen und Respekt genießt, scheint ihrer glorreichen Zukunft nichts im Weg zu stehen. Doch es kommt anders.
Die Jury gratuliert Anna Schwingenschuh und Evamaria Schaller zu ihrem Treatment „Menstruachat – Wenn die Tage zur Regel werden“ und freut sich sehr auf den Film.

MENSTRUACHAT – Wenn die Tage zur Regel werden
Mouna ist Teenagerin und hat ein Problem, sie bekommt ihre Menarche nicht. Das wäre nicht dramatisch, würde sie nicht in einem Staat leben, der sich komplett dem weiblichen Zyklus verschrieben hat. Der Druck ist groß und Mounas Zorn auf das System noch größer. Doch sie ist nicht so allein damit, wie sie denkt. Ein Coming-Of-Period-Film mit groteskem Blutrausch von 90 Minuten tamponiert mit Episoden von aufklärerischer Tendenz.

Preisverleihung
Am Dienstag Abend, dem 29. Juni 2021, fand die feierliche Hauptpreisverleihung des zweistufigen Drehbuchwettbewerbs IF SHE CAN SEE IT, SHE CAN BE IT online statt. Bereits zum fünften Mal wurde der Hauptpreis in der Höhe von 15.000 Euro und einer zusätzlichen dramaturgischen Begleitung vergeben.
Zur Auswahl standen fünf Treatments von Autor*innen, die in der ersten Stufe des Wettbewerbs mit 5.000 Euro ausgezeichnet wurden.

Für die Preisverleihung konnten wir die Performancekünstlerin Stefanie Sourial als Host gewinnen, die sowohl ein Interview mit den Hauptpreisträgerinnen führten, als auch mit einer Stand-Up-Einlage zu unserem Wettbewerb einen passenden Impuls setzte.

Eine Lobende Erwähnung wurde Manuela Molin für ihr Treatment Who’s that Bird? ausgesprochen.

Jurybegründung
In sehr filmischer Sprache hat uns Manuela Molin in eine von Robotern und Technik dominierte, erkaltete Welt entführt, in der das aufgeweckte und vielschichtig gezeichnete Mädchen Charlotte mit Hilfe eines sonderbaren Vogels, den Weg zurück in ihre eigene Fantasie findet. Es hat uns großen Spaß gemacht „Who’s that Bird?“ zu lesen und wir hoffen, dass Manu Molin ihren mutigen Weg weitergehen wird.

Who’s that Bird?
Durch die Begegnung mit dem eigenwilligen Vogel Kakapo entdeckt Charlotte ihr Selbstvertrauen und die Lust am Leben, die nicht nur sie grundlegend verändert, sondern auch ihre äußere Welt in Wandel versetzt.

Hier können Sie die Preisverleihung als Videostream auf YouTube nachschauen: https://youtu.be/sYqmkFTZdCg
Weitere Informationen finden Sie in der Pressemappe >
und auf unserer Webseite >

 
 

IF SHE CAN SEE IT, SHE CAN BE IT

Ausschreibung des 6. Drehbuchwettbewerbs 2021/2022

Zweistufiger Drehbuchwettbewerb zu Frauen*figuren jenseits der Klischées.
Schwerpunkt: Heimatfilm

Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit Österreichischen Filminstitut/gender*in*equality die Ausschreibung der 6. Ausgabe von IF SHE CAN SEE IT, SHE CAN BE IT Frauen*figuren jenseits der Klischees bekannt geben zu können.
Der zweistufige Drehbuchwettbewerb richtet sich an die österreichische Filmbranche, teilnahmeberechtigt sind Drehbuchautor*innen und Nachwuchsautor*innen österreichischer Nationalität oder EWR-Bürger*innen mit ständigem Wohnsitz in Österreich.

Preisgeld
1. Stufe: 5× 5.000 Euro und dramaturgische Begleitung zur Entwicklung eines Treatments
2. Stufe: 1× 15.000 Euro und dramaturgische Begleitung zur Entwicklung eines Drehbuchs
Einzureichen sind Exposés für einen abendfüllenden Kino-Spielfilm mit mindestens einer zentralen Frauen*figur.

Pitching
Um möglichst vielen der für den Wettbewerb entwickelten Einreichungen einen guten Start in die Drehbuchentwicklung zu geben, wird die Jury auch wieder 14 Stoffe für ein Pitching der Autor*innen vor Produzentinnen und Producerinnen auswählen, das nach der 1. Preisverleihung als Kooperation von Drehbuchforum Wien, Österreichischen Filminstitut/gender*in*equality, FC GLORIA Frauen Vernetzung Film, film fatale, pro pro Produzentinnenprogramm und Fachvertretung Wien Film- und Musikwirtschaft in der WKW stattfinden wird.

Schwerpunkt: Heimatfilm
Heimatfilm ist ein Genre, das mit mindestens so vielen Stereotypien verbunden ist wie die darin vorkommenden Frauen*rollen. Die Herausforderung, das eine mit dem anderen zu konterkarieren, sollte eine spannende Auseinandersetzung ergeben, die einen kontaminierten Begriff zeitgemäß bewertet und gleichzeitig die Frauen*figuren im Sinne des Wettbewerbs von tradierten Klischees abrückt.
Aus heutiger Sicht ist der Topos Heimatfilm zu erweitern. Er umfasst nicht nur
Edelweiß-Romanze, Wildererepos, Hans Moser im Weißen Rössl, Geier Wally…
sondern auch aktuell politisch besetzte Themen wie: Heimat, ein Ort, der verlassen wurde, ein Umfeld, das niemals oder schwierig zur (neuen) Heimat wurde, Heimat, ein Ort, an den man (nach – unfreiwilliger Abwesenheit) zurückkehrt.

Wir sind schon sehr neugierig auf Ihre differenzierten Frauen*figuren und damit einhergehend natürlich auch auf differenzierte Männer*figuren!

Einreichfirst: 13. September 2021
Weitere Informationen und Einreichformular >

 
 
Sandra Wollner
The Trouble with being born

Let's talk about scripts! - Sandra Wollner/The Trouble With Being Born

Mi, 30.6.2021, Stadtkino

Letztes Jahr gewann The Trouble With Being Born u.a. den Spezialpreis der Jury bei der Berlinale/Encounters, erhielt den Spezialpreis der Jury bei der Viennale und die Romy für den besten Kinofilm, darüber hinaus wurde das Drehbuch mit den Thomas Pluch Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.
Wir freuen uns, dass Sandra Wollner der Einladung zu unserer Gesprächsreihe Let’s talk about scripts! gefolgt ist. Sie wird ausführlich zum Drehbuch und Dramaturgie des Films Auskunft geben, wie immer sind dabei Fragen und Anregungen aus dem Publikum willkommen. Die Moderation übernimmt Elisabeth Scharang, vor dem Gespräch ist der Film bei normalem Kartenverkauf zu sehen.

Film: 19.00, Gespräch: 20.45
Stadtkino im Künstlerhaus, Akademiestr. 13, 1010 Wien
Anmeldung und weitere Informationen >

 
 
Ein bisschen bleiben
Monika Helfer

Let's talk about scripts! - Arash T. Riahi, Monika Helfer/Ein bisschen bleiben wir noch

Mo, 5.7.2021, Votiv Kino

Knapp eine Woche später sind wir erneut vertieft ins Gespräch über das Drehbuch, diesmal mit der Gelegenheit Genaueres über den Prozess der geglückten Verwandlung eines Romans in ein Drehbuch zu verfolgen: Die Schriftstellerin Monika Helfer, auf deren Roman Oskar und Lilli das Drehbuch von Ein bisschen bleiben wir noch beruht und der Drehbuchautor und Regisseur Arash T. Riahi sind am Montag 5.7.2021 im Votiv Kino zu Gast und werden sich mit Mirjam Unger über die Herausforderungen einer Literaturadaption, und über das Drehbuch und die Dramaturgie des Films Ein bisschen bleiben wir noch unterhalten.
Der Film selbst ist „eine bittersüße Odyssee über die vielen Möglichkeiten wie man die Welt um sich wahrnehmen kann um zu überleben”, so ein Auszug aus der Produktionsbeschreibung. Auch hier zeigen wir den Film bei normalem Kartenverkauf.

Film: 19.00, Gespräch: 20.45
Votiv Kino, Währinger Str. 12, 1090 Wien
Anmeldung und weitere Informationen >

 
 
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