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Bei sonnigem Frühlingswetter und jazzigen Klängen der Saxophonistin Ilse Riedler fand die Preisverleihung der Carl-Mayer-Drehbuchpreise und der Thomas Pluch Drehbuchpreise heute im Rahmen der Diagonale in Graz statt. 

 

Wir freuen uns sehr die Preisträger*innen der Thomas Pluch Drehbuchpreise bekanntzugeben:

 

Der Hauptpreis in der Höhe von 12.000,- Euro ging an Markus Schleinzer und Alexander Brom für ihr Drehbuch Rose.

 

Der Spezialpreis der Jury in der Höhe von 7.000,- Euro ging an Magdalena Chmielewska für das Drehbuch Teresas Körper.

 

Wir danken der internationalen Jury: Lorenz Dangel, Milan Dor und Kyra Scheurer für ihre engagierte Arbeit und die wertschätzenden Jurybegründungen, die Sie hier lesen können.

 

Der Thomas Pluch Preis für kurze und mittellange Filme ging an Angelika Spangel und Sophia Wiegele für das Drehbuch Ein Unfall.

 

Dieser Preis wurde von der nationalen Jury (Jacob Groll, Marie Luise Lehner und Joana Scrinzi) vergeben, danke auch ihnen für die schöne Jurybegründung und die herausfordernde Aufgabe die fünf Nominierungen für die internationale Jury auszuwählen.

 

Wir gratulieren allen Preisträger*innen sehr herzlich!

 

Wir danken dem BMWKMS für die kontinuierliche Ausrichtung des Thomas Pluch Drehbuch Preises, den wir seit 34 Jahren vergeben. Besonderen Dank an Peter Schernhuber, den Leiter der Filmabteilung, für die großartige Zusammenarbeit.

 

Es war wieder eine Freude, die Drehbuchpreisverleihung gemeinsam mit dem Carl-Mayer-Preis zu veranstalten. Wir gratulieren Peter Pflügler zum Hauptpreis für sein Treatment HANS –or– Don‘t Bury Me in the Grave of My Father und Reza Resouli zum Förderpreis für sein Treatment Wurzeln und Wind und danken dem Juryvorsitzenden Sebastian Höglinger für die wie immer schöne Zusammenarbeit.

 

Danke auch an Dominik Kamalzadeh und Claudia Slanar für die Anerkennung und Sichtbarkeit der Drehbuchautor*innen durch die gemeinsame Drehbuchpreisverleihung im Rahmen der Diagonale und die gute Kooperation mit dem gesamten Team.

 

Im Anschluss luden wir im Namen der Bürgermeisterin der Stadt Graz Elke Kahr, dem BMWKMS und der Diagonale zu einem Sektempfang im Garten des Heimatsaals.

 

Die Statements der Preisträger*innen können Sie in den nächsten Tagen auf unserem Instagram-/Facebook-, LinkedIn und Bluesky Account genießen.

 

Wir freuen uns sehr, dass drei der von uns mit scriptLAB docu unterstützten Filme auf der Diagonale Premiere hatten:

Mein halber Vater von Viki Kühn feierte seine Weltpremiere im Dokumentarfilm-Wettbewerb,

Winter Blumen Garten von Sara Piñeros Cortés seine Weltpremiere im Innovativen Wettbewerb, und

Teresas Körper von Magdalena Chmielewska die Österreich Premiere im Spielfilmwettbewerb.
Herzliche Gratulation zur Auswahl! Wir wünschen allen noch viele Festivals und einen baldigen Kinostart.

 

Am 28. April 2026 laden wir Sie zu einem Let’s talk about scripts zu Rose mit Markus Schleinzer und Alexander Brom ins Filmhauskino am Spittelberg, für die Moderation konnten wir Marie Kreutzer gewinnen. Anmeldung unbedingt erforderlich.

 

Wir wünschen noch einen schönen Diagonale-Ausklang!

 

Herzliche Grüße,

Wilbirg Brainin-Donnenberg, Christian Neubacher und Flora Mair

drehbuchverband AUSTRIA

drehbuchFORUM Wien

Thomas Pluch Drehbuchpreis 2026

Preisträger*innen

Thomas Pluch Hauptpreis geht an
Rose von Markus Schleinzer und Alexander Brom

 

Mit 12.000.- Euro dotiert

Prämiert wurde das beste Drehbuch für einen abendfüllenden Kinospielfilm oder einen abendfüllenden Fernsehfilm (ab 70 Minuten).

 

Jurybegründung: 

Die umständliche und wahrhaftige Beschreibung

einer Land- und Leutebetrügerin,

die obwohl als eine Weibs-Person geboren

dem zum Trotz als Manns-Bild sich betragen,

und viel üble Schandtat hat getrieben.

Diese Texttafel eröffnet die filmische Erzählung, setzt sogleich den Ton des Drehbuchs. Die historisch anmutende Sprache zieht uns unmittelbar in die kleine Welt eines Dorfs während des 30-jährigen Kriegs. Mit einer beeindruckenden Reduziertheit auf der Dialogebene werden mit ein, zwei Sätzen Spannungsfelder zwischen Figuren entworfen, gerade das Nicht-Gesagte erzeugt dröhnende Stille. Und eine wunderbar originäre Erzählstimme führt uns mit einer Mischung aus Empathie und Kommentar durch die Geschichte.

Bereits beim Lesen lässt die Präzision im Detail und die dramaturgische Souveränität im Erzählen die Geschichte in aller Klarheit vor dem inneren Auge entstehen.

 

Synopsis

In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein fremder Soldat (ROSE) in einem abgeschiedenen, protestantischen Dorf und behauptet, der Erbe eines seit langem verwaisten Gutshofes zu sein. Ein vorgelegtes Dokument belegt seinen Anspruch, sehr zum Missfallen der Gemeinde. Doch der Fremde setzt alles daran seinen Wunsch in die Tat umzusetzen, ein neues Leben zu beginnen. Er tut sein Möglichstes, um von der Gemeinschaft anerkannt und aufgenommen zu werden. Lässt sich selbst auf eine arrangierte Ehe mit der Tochter (SUZANNA) eines Großbauern ein. Und setzt damit alles aufs Spiel. Denn er ist mit falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts in dieses Dorf gekommen. All dem zum Trotz kommt er mit seiner Geschichte unglaublich weit.

Wird vom Soldaten zum Bauern und Stadtrat.

Wird zum Ehemann. Vom Ehemann sogar noch zum Vater.

Bevor der Stich einer Biene den Täuschungskünsten ein Ende bereitet.

ROSE wird ihrer letzten großen Rolle zusteuern.

Um selbst darin noch eine Utopie zu finden, in der ihr Wunsch so zu leben, wie sie es möchte, noch eine Ausdrucksform findet.

 

 

Markus Schleinzer, in Wien geboren, hat 17 Jahre als Caster die internationalen Erfolge der österreichischen Filmbranche in Zusammenarbeit mit Jessica Hausner, Ulrich Seidl und Michael Haneke geprägt. Für den Golden Globe Gewinner und oscarnominierten Film Das weiße Band (2010) zeichnet er nicht nur für das Kindercasting verantwortlich, sondern hat die Kinderdarsteller auch vor der Kamera inszeniert. Seine beiden Filme Michael (2011) und Angelo (2018) wurden unter anderem im Hauptwettbewerb der Filmfestspiele von Cannes, Toronto, London, Mumbai und Japan uraufgeführt. 2019 wurde sein Filmschaffen im Rahmen des New Directors/New Films Festival in New York im Lincoln Center und Museum of Modern Art geadelt. Sein dritter Film Rose (2025) feierte seine Premiere auf der Berlinale und wurde mit dem silbernen Bären für Sandra Hüller ausgezeichnet. Schleinzer arbeitet auch als Schauspieler und Dozent, wie zurzeit an der Filmakademie Ludwigsburg.

 

Alexander Brom, in Klosterneuburg geboren, hat zuerst Ägyptologie und Romanistik studiert, bevor er u.a. als Steinrestaurator, Lektor und Übersetzer tätig wurde. Gemeinsam mit Markus Schleinzer verfasste Brom die Drehbücher zu Angelo (2018), dem Serienprojekt Johnny (2022) und Rose (2025).

Seit bald dreißig Jahren beschäftigt er sich mit der Kampfkunst Doshinkan Karatedo. Er bekleidet aktuell den Shihan 8 Dan. Zur Ausbildung und Pädagogik befähigt, unterrichtet er seit 2020 Karatedo am Wiener Max Reinhardt Seminar.

 

Thomas Pluch Hauptpreis 

Thomas Pluch Spezialpreis der Jury geht an
Teresas Körper von Magdalena Chmielewska

 

Mit 7.000.- Euro dotiert

Für ein Drehbuch mit besonders herausragend behandelten Aspekten. Zugelassen waren Drehbücher zu abendfüllenden Kinospielfilmen oder abendfüllenden Fernsehfilmen (ab 70 Minuten).


Jurybegründung: 

Mit dem Thomas Pluch Spezialpreis der Jury zeichnen wir ein Drehbuch aus, das sehr klar die Folgen patriarchaler Gewalt und deren transgenerationale Auswirkungen erlebbar macht, aber den Figuren auch Geheimnisse lässt.
Das Private ist hier nicht nur politisch, sondern in der konkreten sprachlichen Ausgestaltung ein starkes künstlerisches Statement, das auch als reiner Text einen Sog entfaltet ohne die hybrid-dokumentarischen Elemente zu verschleiern.
Die gelungene Berücksichtigung der Tonebene in Kombination mit einem starken visuellen Konzept überhöht das Konkrete des einen Körpers, der einen Familie, in gesellschaftspolitisch wirksam werdende Abstraktion.

 

Synopsis

Mit 67 wird Teresas Leben von den Schmerzen bestimmt, die sie in ihrem Körper trägt - unsichtbar, doch stets präsent. Auf der Suche nach Linderung legt sie sich auf den Boden, zu Hause oder unter einen Baum, bei ihrem „kleinen Himmel“ – einem tröstenden Amulett, das ihre Töchter einst für sie vergruben. Doch als Muster aus der Vergangenheit wiederkehren, muss Teresa fliehen. Diesmal nicht vor einem Mann, sondern hinein in eine unerwartete Reise mit ihren Töchtern – von denen eine die Regisseurin dieses Films ist.

 

Magdalena Chmielewska

eine in Polen geborene Drehbuchautorin und Regisseurin, wohnhaft in Wien. Ihre Arbeiten wurden auf internationalen Festivals gezeigt und mit den wichtigsten Nachwuchspreisen im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet, darunter der First Steps Award der Deutschen Filmakademie sowie der Max-Ophüls-Preis. Ihr viszeraler filmischer Stil - eine Mischung aus roher Emotion, Körperlichkeit und Sinnlichkeit - brachte ihr die Anerkennung als eine der vielversprechendsten jungen Regisseurinnen Europas beim 56. Internationalen Filmfestival Karlovy Vary ein. In ihren Filmen erzählt sie Geschichten, die von Begehren, der Vergangenheit und sozialer Herkunft geprägt sind. Sie studierte Regie an der Filmakademie Wien. Für ihren Kurzfilm Lullaby hat sie den Max Ophüls Preis für den Besten Kurzfilm gewonnen, für Am Himmel wurde sie mit FIRST STEPS der Deutschen Filmakademie ausgezeichnet, mit ihrem letzten hybriden Debütfilm Teresas Körper gewann sie den Preis für die beste Regie beim Max Ophüls Preis.

 

 

Thomas Pluch Spezialpreis der Jury

Der Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme dotiert mit 3.000.- Euro geht an
Angelika Spangel und Sophia Wiegele für Ein Unfall

 

Jurybegründung:

Das Drehbuch für den besten Kurzfilm, das wir heute auszeichnen, macht eine große Gefahr sichtbar, die gesellschaftspolitisch und ethisch sehr wichtig erscheint: Wegschauen. Fehlende Solidarität. Vereinzelung. Ohnmacht.
Wir lernen ein österreichisches Dorf kennen. Wir beobachten Kinder bei einem Streich, einen Vater und einen Sohn, die miteinander streiten. Die Autorinnen halten eine Lupe auf die Bewohner und beleuchten das scheinbar Banale ohne dabei in Klischees zu verfallen. Das Beschriebene ist spezifisch, wie aus dem Leben gegriffen und zieht uns als Lesepublikum dieses Drehbuchs in den Bann. Unterschiedliche Figuren treten in verschiedenen Erzählsträngen in Erscheinung, verbunden durch den fein gewobenen Plot und das Thema der Geschichten.
Angelika Spangel und Sophia Wiegele zeichnen gekonnt, wie es passiert, dass Empathie und Hilfsbereitschaft vernachlässigt werden, diese Grundpfeiler eines friedlichen Zusammenlebens. Denn hier helfen die Figuren einander nicht, sie gehen davon aus, dass jemand anderer einschreiten wird und fühlen sich im Moment, in dem sie einen Brand sehen, nicht verantwortlich, „Weil sie gerade das Handy nicht eingesteckt haben“.

In Zeiten zunehmender Autokratien und spürbarem politischen Rechtsruck resoniert der Fokus auf Menschen, die wegschauen. Die etwas geschehen lassen. Ein Drehbuch über unterlassene Hilfeleistungen.

 

Synopsis

Eine Reihe überraschender Unfälle erschüttert ein kleines Dorf. Warum stirbt der Mann auf der Bank? Warum hilft niemand bei einem Autounfall?

Warum fühlt sich der Sohn des Bauern für die toten Schweine verantwortlich? Alles ist durch Schuld und Scham miteinander verbunden und wirft die Frage auf, wo Fiktion endet und realer Schaden beginnt.

 

Angelika Spangel
ist eine österreichische Kamerafrau und Filmemacherin. Sie studierte Bildungswissenschaft an der Universität Wien und absolvierte anschließend eine Ausbildung in Kamera und Bildgestaltung an der Filmakademie Wien in der Klasse von Wolfgang Thaler, dem sie bei zahlreichen Produktionen assistierte. Gemeinsam mit Sophia Wiegele arbeitete sie als Kamerafrau am mittellangen Spielfilm Strangers in the Night, der seine Premiere beim Internationalen Filmfestival Karlovy Vary feierte und für den Michael-Ballhaus-Preis nominiert wurde. Ein Unfall ist ihr erster Kurzfilm als Regisseurin, er feierte seine Weltpremiere auf der Berlinale 2026.

 

Sophia Wiegele
ist eine österreichische Kamerafrau und Filmemacherin. Nach einer abgeschlossenen Ausbildung zur Fotografin studierte sie Kamera an der Filmakademie Wien. Während ihres Studium assistierte sie unter anderem Wolfgang Thaler, Rui Poças und Siri Klug. Aktuell arbeitet sie an einem Kinodokumentarfilm über die österreichische Autorin Christine Nöstlinger. Gemeinsam mit Angelika Spangel entwickelte sie das Drehbuch zu Ein Unfall und ist für die Kameraarbeit des Films verantwortlich, der auf der Berlinale 2026 seine Weltpremiere feierte.

 

Der Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme

Preisverleihung

Montag, 23. März 2026, um 11 Uhr

Heimatsaal, Volkskundemuseum am Paulustor, Graz

 

Die feierliche Preisverleihung fand gemeinsam mit dem Carl-Mayer-Drehbuchpreis im Rahmen der Diagonale im Heimatsaal des Volkskundemuseums statt.

Die Preise in der Gesamthöhe von 22.000 Euro wurden vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport gestiftet, vom Drehbuchverband Austria organisiert und im Rahmen der Diagonale, Festival des österreichischen Films verliehen.  

 

Durch die Veranstaltung führte Wilbirg Brainin-Donnenberg (Geschäftsführerin Drehbuchforum Wien, Drehbuchverband Austria).

Musikalische Begleitung: Ilse Riedler (Saxophon)

 

Anschließend lud die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr, die Diagonale und das BMWKMS zu einem Sekt-Empfang.

 

Jury

Die internationale Jury bestand aus dem (Film)Komponist, Musiker Lorenz Dangel (DE), dem Drehbuchautor, Dramaturg Milan Dor (AT) und der der Dramaturgin, Kuratorin Kyra Scheurer (DE)

 

Für den Haupt- und den Spezialpreis der Jury waren neben den Gewinner*innen Landkrimi Acht von Marie Kreutzer, The Stories von Abu Bakr Shawky und White Snail von Elsa Kremser und Levin Peter nominiert.

 

Die nationale Jury, bestehend aus Drehbuchautor, Regisseur Jacob Groll, Drehbuchautorin, Schriftstellerin, Regisseurin Marie Luise Lehner, und Editorin Joana Scrinzi, hat aus den insgesamt 22 Einreichungen fünf Drehbücher für den Hauptpreis nominiert und den Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme vergeben.

 

Informationen zu den Preisträger*innen, den Nominierungen und den Biografien der Jurymitglieder >

Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerb 2026

Das Fachgremium unter dem Vorsitz von Felix von Boehm (Produzent, DE), Sebastian Höglinger (Juryvorsitz, AT), Klemens Hufnagl (Kameramann, Drehbuchautor, Vorjahrespreisträger), Alexandra Makarová (Drehbuchautorin, Regisseurin) und Françoise von Roy (Drehbuchberaterin, DE) vergibt den Carl- Mayer-Hauptpreis in der Höhe von Euro 15.000,- an das Treatment

 

  • HANS –or– Don´t Bury Me in the Grave of My Father von Peter Pflügler

 

und den Carl-Mayer-Förderpreis in der Höhe von Euro 7.500,- an das Treatment


  • Wurzeln und Wind
    von Reza Rasouli

 

Das diesjährige Thema des Preises war Tempo.

Der Carl-Mayer-Drehbuchpreis versteht sich als wichtige Anerkennung der Drehbuchautor*innen. Mit der hohen Dotierung will die Stadt Graz darüber hinaus eine konkrete Unterstützung der Weiterentwicklung von Filmtreatments ermöglichen.

Der Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerb wurde 1989 aufgrund einer Initiative des Autors und Regisseurs Bernhard Frankfurter (1946 - 1999) gemeinsam mit dem Kulturreferat der Stadt Graz initiiert. Damit soll das Lebenswerk des 1894 in Graz geborenen Filmpoeten Carl Mayer, der als einer der wichtigsten Drehbuchautoren der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gilt, gewürdigt werden.

Der Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerb wird jährlich ausgeschrieben und steht jeweils unter einem filmgerechten Thema, welches der Kreativität und Phantasie entsprechenden Spielraum lässt. Der Wettbewerb ist Carl Mayers Werk und dessen filmischer Leidenschaft gewidmet und stellt einen Beitrag zur qualitativen Verbesserung der deutschsprachigen Drehbuchkultur sowie Impuls für den heimischen (Kino-)Film dar.

Von den eingereichten Arbeiten werden authentische Filmsprache, innovative Dramaturgie und Expressivität der filmischen Sprache gefordert.

scriptLAB docu Projekte auf der Diagonale 26´

Wir freuen uns sehr, dass drei Filme, die durch ScriptLAB docu in der Stoffentwicklung gefördert wurden, im Wettbewerb der diesjährigen Diagonale zu sehen waren!

Wir gratulieren den Filmemacher*innen herzlich!!

Teresas Körper von Magdalena Chmielewska
Meine Wirbelsäule wird jeden Moment brechen“, beklagt sich Teresa bei ihrer Tochter. Die Filmemacherin Magdalena Chmielewska nähert sich dieser fiktionalisierten Version ihrer Mutter wie einem Puzzle, zeigt ihren Körper in den verschiedensten Details. Dabei verwebt sie diese vielschichtigen Momente mit Erinnerungsbildern zweier Mädchen, die den „kleinen Himmel“ bitten, er möge die Mutter schützen. Fiktion, Hoffnung und Leid reichen sich hier immer wieder die Hand.

 

Winter Blumen Garten von Sara Piñeros Cortés
Zwei Frauen tauschen filmische Briefe aus, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbinden. Heidrun, eine Wienerin, und Sara, eine kolumbianische Migrantin, leben zu unterschiedlichen Zeiten in der Stadt – ob in der Fiktion oder Realität ist dabei nicht immer eindeutig.
 

Mein halber Vater von Niki Kühn
Als Viki Kühns Vater einen Schlaganfall erleidet, wird die Mutter plötzlich zum neuen Familienoberhaupt. Mit der Handkamera begleitet die Regisseurin ihre Eltern in den nächsten acht Jahren, wobei sie nicht davor zurückscheut, die unmittelbaren Folgen der Erkrankung zu zeigen. Ein starkes Plädoyer für die Wertschätzung unsichtbarer Care-Arbeit sowie eine emotionale Reflexion über das eigene Erwachsenwerden. Das Greifbare im Leben ist stets flüchtig, allein die Erinnerung bleibt.

scriptLAB Update

Let's talk about scripts - Markus Schleinzer, Alexander Brom

Rose

Mo, 28.04.2026

In den Wirren des 30-jährigen Krieges erscheint ein fremder Soldat (ROSE) in einem abgeschiedenen, protestantischen Dorf und behauptet, der Erbe eines seit langem verwaisten Gutshofes zu sein. Ein vorgelegtes Dokument belegt seinen Anspruch, sehr zum Missfallen der Gemeinde.

Doch der Fremde setzt alles daran seinen Wunsch in die Tat umzusetzen, ein neues Leben zu beginnen. Er tut sein Möglichstes, um von der Gemeinschaft anerkannt und aufgenommen zu werden. Lässt sich selbst auf eine arrangierte Ehe mit der Tochter eines Großbauern ein. Und setzt damit alles aufs Spiel. Denn er ist mit falscher Identität, unter falschem Namen und unter Vortäuschung eines falschen Geschlechts in dieses Dorf gekommen.

 

Das im 17. Jahrhundert angesiedelte Historiendrama wurde 2026 im Hauptwettbewerb der Berlinale uraufgeführt, wo die Hauptdarstellerin Sandra Hüller für ihre schauspielerische Leistung den Silbernen Bär erhielt, darüber hinaus erhielt das Drehbuch im Rahmen der Diagonale den mit 12.000 Euro dotierten Thomas Pluch Hauptpreis 2026

Wir freuen uns auf das Gespräch mit Markus Schleinzer (Drehbuch, Regie) und Alexander Brom (Drehbuch) über ihrer gemeinsamen Arbeit am Drehbuch, der Entwicklung von historischen Stoffen und den Aufbau einer entsprechenden Dramaturgie.

Marie Kreutzer wird die Veranstaltung moderieren.

 

Rose (AT 2026, 93 min)

Film: 19.30 (Kartenreservierung im Kino)

Gespräch: 21.00 

Moderation: Marie Kreutzer

Filmhaus - Kino am Spittelberg, Spittelbergg. 3, 1070 Wien

https://www.filmhaus.at/

 

Wir bitten um Anmeldung zum Gespräch >

 

 

 

Gesprächsreihe