Thomas Pluch Drehbuchpreis 2026

Die Nominierten | Preisverleihung

Der Drehbuchverband Austria freut sich im Namen des Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport die fünf Nominierungen für den Thomas Pluch Hauptpreis und den Thomas Pluch Spezialpreis der Jury bekanntgeben zu können:

 

  • Landkrimi Acht von Marie Kreutzer
  • Rose von Markus Schleinzer, Alexander Brom
  • The Stories von Abu Bakr Shawky 
  • Teresas Körper von Magdalena Chmielewska
  • White Snail von Elsa Kremser, Levin Peter

 

Folgende Preise werden verliehen:

 

Thomas Pluch Hauptpreis (mit 12.000 Euro prämiert)
Für das beste Drehbuch für einen abendfüllenden Kinospielfilm oder einen abendfüllenden Fernsehfilm (ab 70 Minuten).

 

Thomas Pluch Spezialpreis der Jury (mit 7.000 Euro prämiert)
Für ein Drehbuch mit besonders herausragend behandelten Aspekten. Der Jury steht frei, die Kategorie festzulegen. Zugelassen sind Drehbücher zu abendfüllenden Kinospielfilmen oder abendfüllenden Fernsehfilmen (ab 70 Minuten).

 

Thomas Pluch Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme (mit 3.000 Euro prämiert)
Für das beste Drehbuch für Kino-Spielfilme mit einer Mindestlänge von 15 Minuten bis maximal 70 Minuten.

 

Es werden inhaltlich und handwerklich anspruchsvolle Werke ausgezeichnet, die sich eingehend und kritisch mit gesellschaftspolitischen, kulturell relevanten oder sozialen Themen beschäftigen, welche die Lebenswirklichkeit des Publikums berühren. Benannt ist der Preis nach dem 1992 verstorbenen Drehbuchautor, Schriftsteller und Mitbegründer des Drehbuchverband Austria, Thomas Pluch. Ziel der Auszeichnung ist es, den Drehbuchautor*innen zu der ihnen gebührenden Anerkennung zu verhelfen sowie talentierten Nachwuchs zu fördern. Mit einem Preisgeld von insgesamt 22.000.- Euro ist der Thomas Pluch Drehbuchpreis einer der wichtigsten filmischen Auszeichnungen des Landes.

Der Preis feiert heuer sein 33-jähriges Bestehen und wir danken Peter Schernhuber als Vertreterin des Preisstifters, dem Bundeskanzleramt Österreich für Kunst und Kultur, sehr für die kontinuierliche Unterstützung.

 

Die Nationale Jury prämiert den Preis für kurze oder mittellange Kino-Spielfilme und hat die Bücher für den Haupt- und Spezialpreis nominiert:

 

Jacob Groll (Drehbuchautor, Regisseur)
Marie Luise Lehner (Drehbuchautorin, Schriftstellerin, Regisseurin)
Joana Scrinzi (Editorin)


Die Internationale Jury vergibt aus den nominierten Büchern den Haupt- und Spezialpreis: 

 

Lorenz Dangel (Film-Komponist, Musiker, DE)
Milan Dor (Drehbuchautor, Dramaturg, AT)
Kyra Scheurer (Dramaturgin, Kuratorin, DE)
 

Die feierliche Preisverleihung findet gemeinsam mit dem Carl-Mayer-Drehbuchpreis im Rahmen der Diagonale am Montag, 23. März 2026, um 11 Uhr im Heimatsaal des Volkskundemuseums in Graz statt. 
Die Preise in der Gesamthöhe von 22.000 Euro werden vomBundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport gestiftet, vom Drehbuchverband Austria organisiert und im Rahmen der Diagonale, Festival des österreichischen Films verliehen. 

 

Alle weiteren Informationen zu den Nominierten und der Jurien >

Nächster Einreichtermin: 8. April 2026

scriptLAB docu unterstützt Dokumentarfilmregisseur*innen bei der Erarbeitung von Konzepten abendfüllender Kino-Dokumentarfilme, zu denen eine dramaturgische Begleitung gewünscht wird. scriptLAB ist als Labor zu verstehen, als Versuchs- und Experimentierraum, in dem ohne äußeren Druck Konzepte erarbeitet werden können.
Das Angebot richtet sich in erster Linie an erfahrene Dokumentarfilmemacher*innen, aber auch Nachwuchsfilmschaffende können in das Programm aufgenommen werden. Für die Einreichung sollte das Projekt schon soweit recherchiert und eingegrenzt sein, dass die Frage nach der geeigneten Dramaturgie gestellt werden kann.

 

Durch Kürzungen unserer Hauptförderstelle BMWKMS sind wir gezwungen wir die finanzielle Unterstützung für ScriptLAB Stipendiat*innen vorrübergehend von 2.200 (für Nachwuchsautor*innen) bzw. 3.300 (für Profis) herabzusetzen auf 2.000 Euro und 3.000 Euro, um keine Plätze streichen zu müssen.

 

Alle Einreichtermine 2026

  • 8. April
  • 16. September

Weitere Informationen >

Stoffentwicklung

Nächster Termin: 14. Mai 2026

scriptLAB fiction unterstützt Drehbuchautor*innen bei der Erarbeitung von Treatments zu Langspielfilmprojekten, bei denen eine dramaturgische Begleitung gewünscht wird. Das Angebot richtet sich in erster Linie an erfahrene Drehbuchautor*innen, aber auch Nachwuchsautor*innen können ins Programm aufgenommen werden. Neben einer professionellen dramaturgischen Hilfestellung wird eine finanzielle Förderung für die Erarbeitung des Treatments vergeben.
Wir weisen darauf hin, dass scriptLAB kein Ausbildungsprogramm ist. Personen ohne jegliche Drehbuch- oder Schreib-Erfahrung sind daher von der Teilnahme ausgeschlossen.

 

Durch Kürzungen unserer Hauptförderstelle BMWKMS sind wir gezwungen wir die finanzielle Unterstützung für ScriptLAB Stipendiat*innen vorrübergehend von 2.200 (für Nachwuchsautor*innen) bzw. 3.300 (für Profis) herabzusetzen auf 2.000 Euro und 3.000 Euro, um keine Plätze streichen zu müssen.

 

Weitere Informationen >

Stoffentwicklung

Let's talk about scripts - Diagonale SPEZIAL: Maria Petschnig, Thomas Brooks

Anmeldung zum Gespräch / Beautiful and neat room

Gesprächsreihe

Let's talk about scripts - Markus Schleinzer, Alexander Brom

Anmeldung zum Gespräch / Rose

Gesprächsreihe

If she can see it, she can be it. Frauen*figuren jenseits der Klischees

Hauptpreisträgerin der 9. Runde

Das Drehbuchforum Wien, das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, das Österreichischen Filminstitut Gender*Inclusion*Diversity  und FC GLORIA Feminismus Vernetzung Film freuen sich sehr, die Hauptpreisträgerin von IF SHE CAN SEE IT, SHE CAN BE IT bekannt zu geben:

 

  • Isa Schieche mit Lawles

 

In feierlichem Rahmen wurde am 10. Dezember 2025 bereits zum neunten Mal der Hauptpreis des Drehbuchwettbewerbs If she can see it, she can be it. Frauen*figuren jenseits der Klischees in Höhe von 15.000 Euro im Filmcasino Wien vergeben.

Nachdem die 5 nominierten Stoffe von Lorenz Uhl und Jasmin Baumgartner, Eleonore Belasi, Sandra Bohle, Isa Schieche und Fatih Gürsoy nochmals kurz dem Publikum vorgestellt wurden, wurde das Treatment Lawles von Isa Schieche mit dem Hauptpreis von 15.000 Euro und zusätzlicher dramaturgischer Begleitung zur Entwicklung eines Drehbuchs ausgezeichnet!

 

Im Zentrum stehen gleich mehrere im wortwörtlichen Sinne starke Frauen*, ambivalente Figuren, die zwischen Härte und Verletzlichkeit oszillieren. Auf dem Rücken eines Motorrads, um genau zu sein, einer Honda Africa Twin, treffen wir auf einen queerfeministischen Gegenentwurf zu klassischen Genrefilmen. Die Autorin benutzt dabei angstfrei Elemente aus Western-, Action- und Postapokalypsefilmen für eine Erzählung, die trotzdem authentisch und tief in der FLINTA*-Kampfsport-Community verankert wirkt und so etwas Parabelhaftes bekommt. Gleichzeitig geht es um das zutiefst menschliche Bedürfnis, sich zugehörig und geborgen zu fühlen. 

(Auszug aus Jurybegründung)

 

Die hochkarätige Jury hat in der ersten Stufe aus 63 eingereichten Exposés 5 ausgewählt und somit für den Hauptpreis nominiert. Zusätzlich umfasste der Preis der ersten Stufe dramaturgische Begleitung durch erfahrene Drehbuchautor*innen, die gemeinsam mit den Preisträger*innen ausgewählt wurden. Die internationalen Jury bestand aus der Drehbuchautorin und Dramaturgin Geraldine Bajard, dem Drehbuchautor und Regisseur Mo Harawe, der Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Dramaturgin Jessica Lind, der Dramaturgin Anna Seifert-Speck und der Vorjahrespreisträgerin und Schauspielerin Jeanne Werner

 

Wir gratulieren der Preisträgerin sehr herzlich und möchten alle Nominierten zur Weiterentwicklung ihrer spannenden Treatments ermutigen!

 

Ein besonderes Highlight des Abends war die Keynote der Forscherin Eva Novrup Redvall von der Universität Kopenhagen zum Thema der nächsten Ausschreibung des Wettbewerbs Familienfilm.

 

Musikalisch gestaltet wurde der Abend von Sophie Katharina Schollum mit Querflöte, Gesang und elektroakustischen Elementen.  

 

Die für alle erfreuliche Botschaft war: der Wettbewerb geht aufgrund des großen Erfolgs und der bereits erwirkten nachhaltigen Veränderungen in die 10. Runde. Viele durch den Wettbewerb entstandenen Projekte sind in Stoffentwicklung oder Projektentwicklung. Alexandra Makarovas Film Perla feierte Anfang 2025 seine Weltpremiere auf dem Filmfestival Rotterdam und wurde kürzlich mit dem Publikumspreis der Diagonale, dem Wiener Filmpreis und der ROMY für den besten Film ausgezeichnet. Arman T.Riahi, der Gewinner der letzten Runde, ist mit seinem Projekt Riot / Girl bereits in der Herstellungsphase.

 

Einreichfrist ist diesmal der 25. Februar 2026, die Details zur Ausschreibung finden Sie unterhalb.

 

Danke vielmals an Peter Schernhuber vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport für die Finanzierung des Wettbewerbs, um den uns viele Länder beneiden, und an Roland Teichmann und Iris Zappe-Heller vom Österreichischen Filminstitut für die weiterhin engagierte Unterstützung des Wettbewerbs.

 

Alle weiteren Informationen >

Drehbuchwettbewerb

Jahresbericht 2024

Unsere Aktivitäten im Rückblick


Mit dem Jahresbericht geben wir unseren Mitgliedern und Fördergeber*innen Auskunft über all unsere Aktivitäten eines Jahres. 2024 war für uns wieder ein sehr engagiertes Jahr mit einem breitgefächerten Programm:

 

Durch die brisanten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz lag der Schwerpunkt zu Beginn des Jahres auf dem Thema KI in der Stoffentwicklung. Wir luden den Drehbuchautor und Dramaturg Oliver Schütte zu einer Masterclass und einem Hands-On Workshop ein, beim KI Schwerpunkt der Diagonale war Matthias Hornschuh von der Initiative Urheberrecht sowie der ehemalige Geschäftsführer der Federation of Screenwriters in Europe, David Kavanagh.

Highlights 2024 waren außerdem die Masterclasses und Workshops von Camilla Ahlgren und Geraldine Bajard, die Gespräche im Rahmen der Viennale mit Rusudan Glurjidze und Miguel Gomes und Maureen Faszendeiro und die Keynote von Oberstaatsanwältin Beatrix Winkler zum Thema „Politthriller“ bei der Preisverleihung der ersten Runde des 8. Drehbuchwettbewerbs IF SHE CAN SEE IT, SHE CAN BE IT. Als Kick-Off zur 9. Runde des Wettbewerbs inspirierte die Philosophin Isolde Charim mit einer Keynote zum Thema der Ausschreibung „Gegenwart findet Hopeful End“.

 

Daneben gab es noch unsere Veranstaltungsreihen wie Let’s talk about scripts, Arbeit-Alltag-Welt-Exkursionen, table reading for dialogues und die Stoffentwicklungsprogramme scriptLAB fiction / docu und der Drehbuchwettbewerbs IF SHE CAN SEE IT, SHE CAN BE IT - alle Details können Sie hier nachlesen:

 

Zum Jahresbericht >

Veranstaltungen zum Nachhören

 

Neues in unserer Mediathek: Audio-Mitschnitte
Sollten Sie eine unserer Veranstaltungen versäumt haben oder nochmals nachhören wollen – ausgewählte Audio-Mitschnitte unserer Gespräche finden Sie in unserer Mediathek.
Aktuell gibt es:

 

Drehbuch trifft Literatur - Maikäfer flieg!

Mit: Sandra Bohle und Mirjam Unger
Moderation: Christian Neubacher

Buch Wien Gespräch mit Olga Kosanović

Moderation: Nina Kusturica

 

Let´s talk about scripts! - Mother´s Baby 

Mit: Johanna Moder und Arne Kohlweyer

Moderation Mirjam Unger

 

Viennale Gespräch mit Lucrecia Martel

Moderation: Kathrin Resetarits

Let´s talk about scripts! - Wenn du Angst hast nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst
Mit: Marie Luise Lehner
Moderation: Mirjam Unger

Mediathek

Leitfaden Credits

Leitfaden für Österreichs Film- und TV-Branche zu korrekten Credits für Leistungen von Autorinnen und Autoren

 

Endlich, das Drehbuch, an dem man jahrelang geschrieben hat, ist verfilmt! 

Doch dann laufen die Titel und plötzlich wird auch die Regie unter „Buch“ genannt. Dabei hat die doch nur zwei Szenen leicht abgeändert und ein paar Locations gestrichen?! Ähnliche Szenarien wie diese kennt jede*r Drehbuchschaffende, entweder aus persönlicher Erfahrung oder aus dem Umfeld. Oft ist unklar, wem wofür ein Buch-Credit zusteht und wie dieser genau zu bezeichnen ist. 

 

Der Drehbuchverband Austria hat einen umfangreichen Leitfaden erarbeitet, der die Credits für Autor*innen in Spielfilm und Serie definiert. Orientiert hat sich die Arbeitsgruppe an internationalen Standards, was gerade in der stark von Koproduktionen geprägten Serienlandschaft wichtig ist. Auch die Gepflogenheiten der heimischen Filmlandschaft wurden berücksichtigt, um alle Aspekte, vom Spielfilm über Serie bis zum Writersroom, abzudecken und ganz wichtig: die Bedeutung der Drehbuchcredits, auch gegenüber Produktion und Regie, hervorzuheben.

 

Der Leitfaden wurde bei dem Arbeitsfrühstück Credits & Croissants am 22.1.2025 im Depot Wien vor zahlreichem Branchen-Publikum präsentiert und diskutiert. Auf der Diagonale'25 wird der Leitfaden im Rahmen des Film Meeting auch in Graz vorgestellt.

 

Den Leitfaden als PDF finden Sie auf der Webseite des Drehbuchverband Austria >

Veranstaltung

„Credits & Croissants“