Table Reading for Dialogues

Im Juni 2019 veranstalteten wir zum ersten Mal Table Reading for Dialogues mit großem Erfolg. Dieses bei der Writers Guild of Great Britain seit langem erfolgreich erprobte Modell baut auf der gegenseitigen Unterstützung von Autor*innen und Schauspieler*innen beim Dialogschreiben auf und bietet in der Drehbuchphase substantielle Hilfe bei der Erarbeitung von einzelnen Drehbuchszenen.

 

Um die Erfahrung von Schauspieler*innen bei Dialogszenen zu nützen, tragen Schauspieler*innen ausgewählte Dialoge vor. In einem moderierten Gespräch erhalten die Autor*innen Feedback der Schauspieler*innen und der anderen Autor*innen. Table Reading for Dialogues ist keine öffentliche Veranstaltung, sondern eine geschlossene Runde der Beteiligten. Drei bis vier Projekte werden ausgewählt, jedes Projekt erhält rund 90 Minuten für die Lesung der Drehbuchszenen und die Besprechung.


Juni 2024

Am 14. Juni 2024 gibt es erneut die Möglichkeit bei unserem Table Reading mitzumachen.
Dabei werden ausgewählte Drehbuchszenen von professionellen Schauspieler*innen gelesen, um Autor*innen in der Phase der Drehbuchentwicklung, besonders bei der Gestaltung von Szenen und Dialogen, zu unterstützen.
Jedes Projekt erhält 90 Minuten Zeit für die Lesung und Besprechung, 3 bis 4 Projekte können teilnehmen. In einem moderierten Gespräch werden gemeinsam mit den Schauspieler*innen und den anderen Autor*innen die Eindrücke ausgetauscht und mögliche Lösungen diskutiert. Table reading for Dialogues ist eine geschlossene Runde der Beteiligten.

 

Die Teilnahme ist kostenlos!
Die Veranstaltung findet den ganzen Tag, voraussichtlich von 10 – 18 Uhr statt.

Wer teilnehmen will, schickt uns bis 14.5.2024 folgende Einreichunterlagen:

 

• Kurzinhalt des Drehbuchs
• Auswahl von 3 Drehbuchszenen oder Sequenzen mit Dialogen, zu denen Feedback gewünscht wird.
• Pro Szene eine dazugehörige Situationsbeschreibung: in welcher Beziehung/Konflikt stehen die Personen zueinander, was muss man wissen damit man die Szene verstehen kann (wichtig sind dabei die Fakten, nicht die psychologische Auflösung) – pro Szene nicht mehr als eine halbe Seite.
• Figurenbeschreibung – etwa 5 Sätze je Figur
• Biografie mit Werkliste

 

Zusendungen als PDF an: office@drehbuchforum.at
Bitte keine fertigen Drehbücher einreichen!

Alle Unterlagen, vor allem auch die Szenen, in deutsch.

 




Hier zur Anregung einige sehr positive Rückmeldungen von den letzten Terminen:

 

Das Table Reading war für mich eine tolle Veranstaltung. Der Rahmen, die Moderation, die Kollegen, die Schauspieler, das hat alles sehr gut harmoniert. Persönlich hat mir das Feedback große Motivation für die im Anschluss angestandene Überarbeitung gegeben. Mir hat sich der Eindruck transportiert, am richtigen Weg zu sein und neue Inspirationen kamen noch dazu.
Paul Ploberger

 

Das war ein extrem fruchtbares Format. Der Austausch mit den Schauspieler*innen und den Kolleg*innen konkretisierte für mich nochmals die Rollenbilder. Man kann es als eine Art Psychoanalyse für das Drehbuch sehen, wo die Filmfigur spricht und erzählt wie es ihr so geht.
Josef Kleindienst

 

Ganz kurz und schmerzlos: ich fand es super. Es hat mir sehr geholfen und Sicherheit gegeben, mit der ich jetzt in den Dreh gehen kann, weil ich ein Gefühl bekommen habe, wie die Szenen funktionieren. Die Figuren wurden plötzlich so… lebendig… ich konnte sie wirklich erstmals greifen.
Ulrike Kofler (mit Der Lauf der Dinge)


Ich fand das Table-Reading wirklich sinnvoll und produktiv. Die Schauspieler brachten eine wohlmeinende Haltung zu den Texten mit und haben sich bemüht, die Qualitäten zu erkennen und zu benützen. Dabei wurden auf unverkrampfte Weise auch Verbesserungsmöglichkeiten klar. Es bringt uns einfach einen Schritt näher zu dem ausgedachten Film, wenn die Texte mit verteilten Rollen von Schauspielern einmal ausprobiert werden. Vielen Dank für diese gute Veranstaltung.
Dieter Berner

 

…es hat mir immens viel gebracht! Einerseits war das kluge und unmittelbare Feedback der Schauspieler_innen sehr hilfreich, andererseits hat es mir ein Aha-Erlebnis verschafft, die Texte in einer Leseprobe zu hören und – last but not least – hat mich das konstruktive Feedback der Gruppe bestärkt und mir neue Einsichten verschafft!! Ich bin heute noch ganz aufgebaut und merke, dass ich viel Sicherheit gewonnen habe über die Richtung, in die dieses Drehbuch/dieser Film gehen muss – Dank den Erkenntnissen von gestern. Ich bin sehr glücklich, dass ich dabei war und möchte keine Stunde missen, denn auch die Feedbackgespräche mit den Kollegen und Kolleginnen über deren Stoffe waren spannend. Einfach toll, wie alle bis zum Schluss konzentriert bei der Sache waren.
Gabriele Mathes

 

Das Table Reading war eine super Erfahrung für uns. Das Feedback der Schauspieler*innen auf unsere Szenen hat uns ein sehr gutes Verständnis davon gegeben, was sich transportiert und was nicht. Weiters war es bei unserem Genre Komödie gut, die Sachen mal ausgesprochen, gespielt, in verteilten Rollen zu hören, und wir beide haben daraus viel für dieses Projekt und unsere anderen Projekte mitgenommen.
Roland Hablesreiter und Petra Ladinigg

 

Es war super aufschlussreich und wichtig, die Szenen von Schauspieler*innen gelesen zu hören. Dadurch sind wichtiges Feedback, viele neue Ideen entstanden und Inspiration zum Weiterschreiben am Drehbuch.
Anna Martinetz

 

Ich fand es eine sehr spannende Auseinandersetzung mit Geschichten, Figuren, Situationen, Sprache….es war höchst interessant in diesen Arbeitsprozess Einblick zu bekommen. […] Auch der Rahmen hatte etwas Geschütztes, wir konnten sehr frei und spontan auf das Gelesene reagieren.
Johanna Orsini-Rosenberg

 

Mir hat gefallen:
- die superproduktive & wertschätzende Atmosphäre (mit doppel “!”)
- Hildes unaufgeregte, aber effektive (!) Leitung der Feedbackrunden
- die Vielfalt der Feedbacks, die sich nicht immer, aber immer wieder ergeben hat
- die Unterschiedlichkeit der gelesenen, besprochenen Szenen resp. Drehbücher
Alexander E. Fennon

 

Nochmals ganz herzlichen Dank für das feine Table Reading am Freitag. Ja, es war sehr hilfreich - denn nun weiß ich einerseits, dass die Figuren glaubwürdig sind und mein Spaß beim Schreiben hier allein in der Kammer auch irgendwie im Script across kommt. Andererseits ist weniger vielleicht mehr. Ist ja schon ein seltsamer Vorgang, wenn man allein am Schreibtisch kichert, weiß man ja nie, ob irgendjemand versteht, was man sich da ausgedacht hat. Eure Anmerkungen sind schon eingearbeitet, das Script seit heute bei der Produktion. Ganz lieben Dank auch für die Ermutigung, den Film final selbst zu drehen. Nochmals ganz herzlichen Dank an Christian und Hilde für die tolle Organisation.Ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns in dieser oder anderer Konstellation bald wieder sehen.
Kerstin Schütze (mit Black Friday)

Das Lesen mit den Drehbuchautor*innen ist für mich als Schauspielerin eine schöne Tätigkeit: man sitzt vertrauensvoll zusammen, liest die Texte, tauscht sich darüber aus, wie es sich anfühlt, die Texte zu sprechen, was besonders stimmig ist, wer und wie die Personen und Ereignisse wohl zu interpretieren wären und was vielleicht noch fehlt. Es ist ein achtsamer Umgang sowohl mit dem Text als auch mit allen Beteiligten, so etwas wie eine wohlwollende Zwischenetappe bzw. eine freundliche Jausenstation auf dem Weg zum fertigen Drehbuch. Ich habe den Tag mit den Autor*innen und dem Team als sehr bereichernd erlebt und freu mich aufs nächste Mal, vielleicht wieder dabei zu sein.

Doris Schretzmayer


Ich finde die “table reading” Initiative ungeheuer wichtig & inspirierend für alle Beteiligten, nicht nur die Autoren und Regisseure, auch für uns Schauspieler. Dabei ist es egal, ob man gerade selbst liest, oder zuhört – ich hatte das Gefühl in jedem Moment etwas zu lernen, sei es über die Geschichten und Figuren, oder über die Arbeit & den Prozess dahinter!
Elisabeth Kanettis

Die Inputs von den KollegInnen waren immer authentisch, teils überraschend und brachten eine lebendige Sicht auf den Stoff, denn jeder Film ist ein Grenzgänger zwischen Kunst und Leben. Im Verlauf der Herstellung leiht sich die Kunst das Material vom Leben; und noch im vollendeten Film scheinen auch immer die Spuren von Leben durch. Diesem Doppelleben eines jedem Drehbuches nachzuspüren gelingt durch das table reading mit AutorInnen und DarstellerInnen hervorragend.
Michael Kreihsl