Katharina Wöppermann

trans script - Das Drehbuch aus der Perspektive anderer Departements (2018 - Szenenbild)

17. April 2018 mit Katharina Wöppermann


Die Reihe trans script setzt Gestaltungsmittel anderer Departments in Bezug zur Praxis von Drehbuchautor*innen. Mit welchen Mitteln feilen andere Departements an Figuren oder der Spannung und was kann das Drehbuch dazu liefern? 2015 begannen wir mit der Kamerafrau Sophie Maintigneux, 2017 wurde die Reihe mit der Editorin Karina Ressler fortgesetzt. 2018 konnten wir die renommierte und preisgekrönte Szenenbildnerin Katharina Wöppermann für ein Werkstattgespräch gewinnen.

Im Gespräch mit dem Drehbuchautor und Regisseur Thomas Reider wird Katharina Wöppermann aus ihrer langjährigen Praxis in Österreich und international über die Inspirationen für ihre Arbeit aus den Drehbüchern sprechen. Wöppermann realisierte Szenenbilder zu über 50 (!) Spielfilmen und wird mit konkreten Beispielen aus ihrer Arbeit Zugänge und Lesarten von Drehbüchern behandeln. Wie werden Genre-Filme ausgestattet, wie geht sie an Literaturadaptionen heran, welche Bedeutung hat das Szenenbild bei Episodenfilmen? Wie sehr folgt man der Vorlage?
Inspirationen können aus sehr unterschiedlichen Teilen des Drehbuchs kommen, nicht nur konkreten Ortsbeschreibungen, Settings, sondern auch aus Dialogen. Aber wo sind die Beschreibung im Drehbuch eventuell zu detailliert? Was engt zu sehr ein?
Für Drehbuchautor*innen ist es ja immer wieder schwer einzuschätzen, wie sehr sie ihre Vorstellungen der Räume, Landschaften in das Drehbuch schreiben sollen.
Im dreistündigen Werkstattgespräch wird Katharina Wöppermann anhand Drehbuchszenen, Ausschnitten ausgewählter Filme sehr konkret aus ihrer Arbeit erzählen, und es wird ausführlich Gelegenheit zu Fragen geben.

Die Veranstaltung richtet sich an Drehbuchautor*innen, Dramaturg*innen, Szenenbildner*innen, Regisseur*innen, Produzent*innen, Redakteur*innen.

Moderation: Thomas Reider, Drehbuchautor und Regisseur (u.a. Stillleben, Outing)
Depot, Breite Gasse 3, 1070 Wien
18 – 21.30 Uhr, anschließend laden wir zu einem kleinen Umtrunk

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl. Anmeldung unbedingt bis 12. April 2018 erforderlich.
(die Anmeldung garantiert noch keine fixe Teilnahme, wir melden uns diesbezüglich spätestens am 13.4. bei Ihnen)
Teilnahmegebühren
25.- / für Forums-Mitglieder, Mitglieder des VÖF und Studierende: 15.-
Die Kosten beinhalten ein kleines Buffet (Pausenverpflegung).

 

Katharina Wöppermann
Geboren in den 60er Jahren in Wien. Bühnenbildstudium an der Akademie der Bildenden Künste. Seit Mitte der 80er Jahre arbeitete sie als Szenen- und Kostümbildnerin an über 50 Kinofilmen wie z.B: Licht (Barbara Albert), Im Kreise der Lieben (Hermine Huntgeburth), Abschied, Brecht…. ( Jan Schütte), Tempo (Stefan Ruzowitzky), Amour Fou (Jessica Hausner), Finsterworld (Frauke Finsterwalder), Klimt (Raoul Ruiz), Grenzgänger (Florian Flicker), Immer nie am Meer (Antonin Svoboda), Maikäfer flieg (Mirjam Unger) u.v.m. 2011 erhielt sie den Österreichischen Filmpreis „Bestes Szenenbild“ für Women without Men (Shirin Neshat)
Katharina Wöppermann hat auch Erfahrung im Bereich Drehbuch: Als Lehrbeauftragte für die Bühnenbildklasse schrieb sie einige Kurzfilmdrehbücher an der KUG in Graz und zu Beginn der Neunzigerjahre erhielt sie den 2. Preis bei einem Drehbuchwettbewerb im Rahmen der Berlinale. Katharina Wöppermann hat 2 erwachsene Töchter und lebt in Wien.

 
 
Karina Ressler (c) Ray

trans script - Das Drehbuch aus der Perspektive anderer Departements (2017 - Schnitt)

20.11.2017 mit Karina Ressler


Die Reihe trans script setzt Gestaltungsmittel anderer Departments in Bezug zur Praxis von Drehbuchautor*innen. Mit welchen Mitteln feilen andere Departements an Figuren oder der Spannung und was kann das Drehbuch dazu liefern? 2015 begannen wir mit der Kamerafrau Sophie Maintigneux, 2017 soll diese Reihe mit dem Bereich Montage fortgesetzt werden. Die Filmeditorin / Cutterin Karina Ressler wird aus ihrer reichhaltigen Erfahrung über ihre Zugänge und Lesarten von Drehbüchern sprechen. Gerade Editor*innen haben durch ihre Tätigkeit ein hohes Verständnis von Dramaturgie, das auch von Drehbuchautor*innen genützt werden kann.

Im dreistündigen Werkstattgespräch wird Karina Ressler anhand Drehbuchszenen, Filmausschnitten und unterschiedlicher Schnittvarianten ausgewählter Filme sehr konkret aus ihrer Arbeit erzählen und es wird ausführlich Gelegenheit zu Fragen geben.
Sie wird etwa auch mittels der Anfänge von Filmen, bei denen sie für die Montage verantwortlich war, ihre Gedanken zur Exposition teilen, zum Grundton eines Films. Auch ihre Erfahrung der Verknappung von Dialogen in der Schnittphase sind hilfreiche Erkenntnisse für Drehbuchautor*innen.

Die Veranstaltung richtet sich an Drehbuchautor*innen, Dramaturg*innen, Editor*innen, Regiseur*innen, Produzent*innen, Redakteur*innen.

Moderation: Wilbirg Brainin-Donnenberg
Depot Breite Gasse 3, 1070 Wien
18 – 21.30 Uhr, anschließend laden wir zu einem kleinen Umtrunk

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl. Anmeldung unbedingt bis 16.11.2017 erforderlich.
(die Anmeldung garantiert noch keine fixe Teilnahme, wir melden uns diesbezüglich spätestens am 17.11. bei Ihnen)
Teilnahmegebühren
25.- / für Mitglieder 15.-
Die Kosten beinhalten ein kleines Buffet (Pausenverpflegung).

 

Karina Ressler

studierte an der Wiener Filmakademie, arbeitet seit 1982 als Editorin von Spiel- und Dokumentarfilmen. Montage im Spielfilmbereich waren u.a. TIERE (2016), STILLE RESERVEN (2015), MA FOLIE (2014), AMOUR FOU (2013), OKTOBER NOVEMBER (2012), GRENZGÄNGER (2011), LOURDES (2009), REVANCHE (2008), EIN AUGENBLICK FREIHEIT (2007), SCHLÄFER (2006), FALLEN (2005), BLUE MOON (2002), VOLLGAS (2001) im Dokumentarfilmbereich u.a. DOUBLE HAPPINESS (2014), ROQUE DALTON (2012) und OH YEAH, SHE PERFORMS! (2012), DIE EVOLUTION DER GEWALT (2011), EMPIRE ME (2010), GANGSTER GIRLS (2008), ZUR LAGE (2001). Ihre Arbeit wurde u.a. mit dem österreichischen Würdigungspreis für Filmkunst, dem Preis für Die Beste Künstlerische Montage auf der Diagonale und dem Österreichischen Filmpreis für Montage ausgezeichnet.
Seit 2014 ist sie Professorin für Montage an der HFF München.

 
 
Sophie Maintigneux 300

Werkstattgespräch mit Sophie Maintigneux

Von tausend Wörtern zu hundert Bildern: die Arbeit der Bildgestalter/in


Auftakt der Veranstaltungsreihe
trans script – Das Drehbuch aus der Perspektive anderer Departements
14.12.2015, 17 Uhr

Interdisziplinarität bedingt die Zusammenführung verschiedener Fachrichtungen und erzeugt vertiefendes Verständnis und vernetztes Wissen. Wir wollen damit beginnen, filmische Gestaltungsmittel anderer Departments in Bezug zur Praxis von DrehbuchautorInnen zu setzen. Mit welchen Mitteln feilen andere Departements an Figuren oder der Spannung und was kann das Drehbuch dazu liefern?
Wir betrachten das Drehbuch (Figuren, Dramaturgie, Geschichte, Stoffentwicklung) aus der Perspektive von Kameraleuten, CutterInnen, AusstatterInnen, SounddesignerInnen, SchauspielerInnen und anderen.

Sophie Maintigneux, eine der renommiertesten und produktivsten europäischen Kamerafrauen, die im Laufe ihrer Karriere sowohl mit den Meistern der Nouvelle Vague als auch mit jungen Filmemacherinnen drehte, bildet den Auftakt zu unserer neuen Veranstaltungsreihe, in der wir die Erfahrungen und Erkenntnisse, die andere Departments bei der Verfilmung von Drehbüchern über das Geschichtenerzählen gewinnen, in Bezug zur Arbeit von DrehbuchautorInnen und AutorenfilmerInnen setzen.
Für das Departement Kamera ergeben sich folgende Fragestellungen: Welche Wirkungen haben Bildauflösung auf die Emotion, Atmosphäre und Spannung einer Geschichte? Wie verändern Bilder die Emotion eines Films? Wie entsteht der filmische Raum? Wie kommt man zu einer Auflösung, die der Geschichte dient?
Sophie Maintigneux wird in einem 3-stündigen Werkstattgespräch nach allgemeinen Gedanken zur Umsetzung von Drehbüchern zu Filmbildern anhand konkreter Drehbuchszenen und den daraus entstanden Filmszenen über ihre langjährige Arbeit berichten und auch für Fragen zur Verfügung stehen.
Moderation: Ursula Wolschlager
Danach laden wir zu einem Umtrunk.

Die ursprüngliche Konzeptidee stammt von Sandra Bohle und Angelika Unterholzner

Dauer: 17h – 20.30h
Ort: C3 – Centrum für Internationale Entwicklung
Alois Wagner Saal
A – 1090 Wien, Sensengasse 3

Begrenzte TeilnehmerInnenzahl!
Teilnahmegebühren
25.- / für Mitglieder 15.-
Die Kosten beinhaltet die Pausenverpflegung.

Anmeldung unbedingt erforderlich!

 

Sophie Maintigneux
Geboren 1961 in Frankreich. Seit 1984 ist sie als Kamerafrau bei über 60 Dokumentar- und Spielfilmen tätig und hält Lehrtätigkeiten an verschiedenen Filmhochschulen. So war sie Co-Leiterin der Abteilung Kamera an der Deutschen Film und Fernsehakademie Berlin (dffb), seit 2011 ist sie Professorin an der Kunsthochschule für Medien (KHM Köln).
Sie arbeitete u.a. mit Eric Rohmer, Jean-Luc Godard, Michael Klier, Rudolph Thome, Hans Erich Viet, Georg Maas, Aysun Bademsoy, Erica von Möller, Annika Larsson, Michael Radford, Mareike Wegener, Sung-Hyung Cho, Ingo Haeb, Matthias Luthardt.
Einige Filme, bei denen sie beteiligt war: “Le rayon vert – Das grüne Leuchten“ (1984); “Überall ist es besser, wo wir nicht sind“ (1988); “Rupture“ (1988); “Venus Boyz“ (2000);“Winkelmanns Reisen“ (1990); “Ostkreuz“ (1991); “Liebe auf den ersten Blick“ (1991); “Rosa Negra“ (1991); “Wiederkehr“ (1994); “Küss mich“ (1994); “L’amour, l’argent, l’amour“ (1997); “F. est un salaud“ (1997); “Liebe und Verlangen“ (2002); “Am Rande der Stadt“(2005);“Hannah“ (2006); “Rosie“ (2012); “Das Zimmermädchen, Lynn“ (2013); “Sternstunde ihres Lebens“ (2014)
Sie erhielt u.a. folgende Auszeichnungen:
1990 Verband der Deutschen Filmkritik : Beste Kamera des Jahres
2001 Max Ophüls Festival, Femina Filmpreis
2001 22nd International Film Camera Festival Bitola, Silver Kamerapreis
2002 Internationales Leipziger Festival für Dokumentar u. Animationsfilm: beste Kamera
2003 und 2009 Deutscher Kamerapreis für Dokumentarfilm

 
 
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